MAY 2018 | { MY BEST MOMENTS | Countryside life, minimalism, tiny home & Barcelona memories }

by - Thursday, May 31, 2018



Hallo ihr Lieben,


vielleicht können wir es erst einmal dabei belassen, dass ich mich nur ein Mal monatlich zu meinem Monatsrückblick melde?

Momentan ist mein Leben nämlich nicht gerade aufregend und es gibt einfach nicht so viel zu berichten. Außerdem kann ich mich so mehr auf das Wesentliche konzentrieren, meinen Studienabschluss. Dazu kann ich euch nichts Näheres sagen, denn ich weiß selbst nicht, wie das Ganze ausgehen wird, ob und wann es endlich ein (hoffentlich positives) Ende hat. Mitte/ Ende August weiß ich sicher mehr. Im besten Fall könnte ich dann bereits zurück in das Berufsleben kehren. Aber ich möchte noch nicht so weit denken und planen, schließlich ist meine Uni sozusagen eine Elite-Uni und nicht gerade dafür bekannt, seinen Studenten das Studienleben und den Abschluss leicht zu machen. Ich gehe daher davon aus, dass man mir noch so viele Steine wie möglich in den Weg legen wird.




Mein Monat Mai war ein wundervoller Monat, der, wenn man ihm ein Thema verpassen würde, ganz unter dem Minimalismus stand. Für mich war es einer der schönsten Monate in Deutschland, der wohl schönste Frühling, den ich je gesehen und erlebt habe. 
Ich konzentrierte mich vor allem auf die kleinen Freuden im Leben, auf meine Heimat. Meine Heimat bedeutet Landleben in idyllischer und vor allem grüner Natur. Inzwischen bin ich nur noch zwei bis drei Mal pro Woche in der Stadt und fühle, wie mir die Stadt regelrecht die Luft zum Atmen nimmt. Ich freue mich immer darüber, zurück auf das Land zu fahren und wieder so viel Grün vor meinen Augen zu sehen. Langsam realisiere ich, dass es für mich wohl keinen Weg zurück in eine Großstadt gibt. Wenn, dann nur in einen Vorort im Grünen.




Den Mai verbrachte ich hauptsächlich Zuhause im Garten, erntete bereits leckeres selbst angebautes Gemüse, Kohlrabi, Radieschen, Gurken und Salat. Es ist schön, zu wissen, dass das Meiste meiner Nahrung aus dem heimischen Garten kommt. Und es schmeckt einfach so viel besser. 

Außerdem bekamen wir mal wieder Familienzuwachs, ein kleines Schäfchen namens "Pippi", das leider so überhaupt nichts von uns wissen will, sondern den Kopf am liebsten in hohes grünes, saftiges Gras steckt oder im Schatten döst, ganz gern auch einmal Grünzeug aus dem Garten durch den Zaun knabbert. 

Auch unser Schwalbenpärchen, das jedes Jahr in der Scheune Nest baut und zwei Mal Jungtiere aufzieht, kehrte zurück. Darüber freuten wir uns sehr. Leider hat es unser Kater "Burzie" auf sie abgesehen, sodass manche Zusammentreffen tragisch enden.

Ein Storch, der bereits im vergangenen Jahr bei uns weilte, kehrte ebenfalls zurück und klappert nun spät abends und zeitig morgens vor meinem Fenster. Es wäre ihm zu wünschen, dass er bald einen Partner findet und Nest baut, sodass Störche auch in unserer Region heimisch werden.











Fast den gesamten Mai über verwöhnten uns Temperaturen zwischen 27 und 34 Grad, sodass ich eher annahm, wir hätten schon August oder ich wäre wieder in Barcelona. Ich weiß nicht, ob dies einfach ein besonders warmes Jahr ist oder ob es dank Klimaerwärmung nun immer so heiß wird. Nach ein paar durchaus angenehmen Tagen, in denen ich das Wetter mit Eis essen und Eiskaffee und kühlen Fußbädern genoss (Baden war ich leider immer noch nicht), halte ich nun die Hitze kaum noch aus. Nachts schläft man schlecht und es gibt kaum noch Wasser für Garten, Wälder und Felder, sodass Pflanzen vertrocknen und die Angst vor Bränden und schweren Unwettern steigt. 

Außerdem hatten wir Heu und es war wirklich anstrengend, es in dieser Hitze mehrmals am Tag zu wenden und bei Gewitterwolken es rein zu holen, nur um es wenige Momente später wieder raus zu bringen und so weiter. Es war so anstrengend, dass ich nach einem Tag im Heu so etwas wie Fieber bekam und erst eiskalte Fußbäder nahm, und am Abend mit Kühlakku auf der Stirn auf dem Sofa endete. Viele wissen gar nicht mehr, wie schwer es ist, so ein großes Stück Land zu bewirtschaften oder Heu zu machen. Ich habe einen riesen Respekt davor, dass dies mein Opa auch mit 70+ Jahren immer noch tut. Und ich genoss die Zeit zusammen mit ihm im Heu, so wie ich es auch bereits als Kind schon tat.




Die Obstbäume zeigten sich in ihrer schönsten Blütenpracht und ich verbrachte viele Sonnenuntergänge im hohen, saftigen, grünen Gras, umgeben von goldenem Licht und unter tausenden Blüten mit summenden Bienen. Ich saugte den Frühling in mich auf, denn ich wusste, vielleicht wäre dies bereits ein kleiner, mein ganz persönlicher Abschied, von meinem vielleicht letzten Frühling in Deutschland. 











Ob es wirklich mein letzter Frühling in der Heimat war, das kann ich inzwischen gar nicht mehr so genau sagen. Denn um ehrlich zu sein, habe ich mich nach dreieinhalb Jahren zurück in Deutschland tatsächlich wieder eingelebt und beginne viele kleine Dinge zu schätzen. So entstand auch, vor mehr als einem Jahr, der Traum vom Tiny Home. Vor allem im Mai habe ich mich gedanklich oft mit diesem Traum, der nun eher mein Ziel ist, beschäftigt. Seit längerem habe ich so etwas wie eine Liste, die beschreibt, wie mein Tiny Home aussehen soll. Fast täglich kommen neue Ideen hinzu. Auch wenn dieses Ziel 5+ Jahre in der Ferne liegt, so ist es mir doch ernst damit und ich fange bereits jetzt an, mein Leben darauf auszurichten. Das bedeutet, dass ich mir keine großen Anschaffungen mehr zulege, auch nicht mehr so oft shoppen gehe und erst einmal meine Kleidung abtragen und diese eher noch reduzieren werde. Ich möchte bewusster leben, mich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren und eben nur so viel besitzen, dass es in ein Tiny Home passt. Ich sage bewusst Tiny Home, da ich mich gegen ein Tiny House auf Rädern entschieden habe, sondern ganz gern eines Tages ein kleines, transportfähiges Modulhaus besitzen möchte, das mit mir auch umziehen kann. Am liebsten möchte ich es irgendwo im Grünen und unter Obstbäumen abstellen, in denen ich Lampions und Lichterketten aufhängen würde … 




Morgen feiere ich den Beginn meines letzten Jahres in den 20ern. Um ehrlich zu sein feiere ich nicht wirklich, sondern werde wohl nur mit meinen Liebsten im kleinen Kreis gemütlich zusammen sitzen und abends in ein Restaurant einkehren, wenn es denn bei drohendem Unwetter überhaupt möglich ist. Erst hatte ich eine große Gartenparty geplant, schließlich ist es ja schon irgendwie ein besonderer Geburtstag und vielleicht auch mein letzter in Deutschland bei meiner Familie und Freunden, aber aufgrund mehrerer Umstände habe ich mich dagegen entschieden.
Falls ich im nächsten Jahr wirklich wieder ins Ausland ziehen sollte, kann ich ja immer noch eine große Abschiedsparty geben. Momentan ist es mir aber wichtig, den Tag vor allem zusammen mit meinen Großeltern zu genießen. Aus aktuellem, privaten Anlass, weiß ich leider, wie schnell sich von heute auf morgen alles ändern kann, dass man nie weiß, wann der letzte gemeinsame Tag sein wird. Umso mehr möchte ich die verbleibende Zeit mit meinen Großeltern genießen. Schließlich waren sie hauptsächlich der Grund, weshalb ich Barcelona im September 2014 verließ. Ich wünschte mir mehr Zeit mit ihnen. Dass ich auch kostbare Zeit mit Menschen verlieren würde, die ich in Barcelona zurück ließ, wurde mir leider erst viel zu spät klar …




Umso mehr bin ich diese Tage auch etwas melancholisch, denn vor vier Jahren um diese Zeit, hatte ich die schönste Zeit meines Lebens, machte eine Begegnung, die mein Leben verändern und nachhaltig prägen würde, die mit einem unglaublich schmerzhaften Abschied endete. Noch heute beschäftigt mich dies sehr, weshalb ich eben nicht unbedingt in Feierlaune bin. Im Mai habe ich meine Erinnerung daran in viele kleine Gedichte verpackt, die mir dabei helfen sollen, endlich loslassen zu können.










Ich verabschiede mich von euch, schließlich muss ich dann doch noch die ein oder andere Geburtstagsvorbereitung treffen. Und die Prüfungsphase an der Uni rückt auch immer näher, sodass es Zeit wird, mit den letzten Nachbereitungen fertig zu werden und in die heiße Lernphase überzugehen.

Wie zu Beginn meines Beitrags erwähnt, werde ich mich höchst wahrscheinlich erst in einem Monat wieder bei euch melden, sicherlich aber in der Zwischenzeit das ein oder andere Mal auf Instagram.


Genießt die tropischen Temperaturen.

Bis bald,

eure Sussy




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