DEPECHE MODE | { GLOBAL SPIRIT WORLD TOUR 2017/2018: Have I just been to my last concert ever ? }






Wer von euch aufmerksam meinen Blog verfolgt, der weiß, dass ich spätestens seit der Delta Machine World Tour 2013/2014 hier auch ab und zu von meiner Lieblings-Band, Depeche Mode, berichte.



Ich bin seit meinem 13. oder 14. Lebensjahr Fan, also seit eben einer solch langen Zeit. Zu ihnen hat mich eher der Zufall geführt. Mein damaliger Freund hatte ein paar Songs von ihnen auf CD und "Home" und "In Your Room" der Alben "Ultra" und "Songs of Faith and Devotion" habe ich wohl als erste Songs der Band überhaupt gehört. Sie hatten es mir so angetan, dass ich sie jahrelang in Endlos-Schleife hörte.


Durch Zufall sah ich kurze Zeit danach dann den Film "Depeche Mode 101" auf einem Musiksender, der die Band live bei ihrem wohl legendärsten Konzert am 18. Juni 1988 (da war ich noch nicht einmal geboren) im Rose Bowl, Pasadena zeigt. (Heute befindet sich die DVD in meiner Sammlung und ist für mich von unschätzbarem Wert.) Der Film hat mich so begeistert und geprägt, dass ich begann alles über die Band zu recherchieren, zu sammeln und von nun an regelmäßige Besucherin von DM-Partys zu sein.


2006 folgte schließlich mein erstes Konzert zur Touring The Angel Welttournee in der Messehalle in Dresden, seitdem war ich bei jeder Tour, die immer im Zeitraum von drei Jahren statt fand, zwei bis drei Mal live dabei. Vor kurzem war ich in Leipzig auf der Festwiese und in Dresden in der Flutrinne zu ihrer Global Spirit World Tour 2017/2018.






Für gewöhnlich gehen Depeche Mode nach den Open-Airs im Sommer im Winter anschließend noch einmal auf Hallentournee und so rechnete ich fest mit einem Termin in Dresden oder auch Leipzig im Winter 2017/2018. Als diese Woche die Termine bekannt gegeben wurden, konnte ich mein Pech kaum glauben, denn keine von beiden Städten ist dabei. Alle weiteren Veranstaltungsorte wie Berlin, Prag, diverse Städte in Polen, Nürnberg oder auch Amsterdam, kann ich mir leider nicht leisten. Denn ich müsste neben dem Zug- oder Busticket noch ein oder zwei Übernachtungen hinzu buchen und allein das Konzertticket kostet schon 120 Euro.


Hinzu kommt, dass es neuerdings einen Pre-Pre-Sale gibt. Den gab es für die Termine im Sommer auch. Diesbezüglich kam nur wenige Male ein Spot bei einem bekannten Fernsehsender. Da ich zu dieser Zeit kaum Fernsehen schaute, wusste ich natürlich nichts davon, mit der Konsequenz, dass zum richtigen Verkaufsstart die meisten guten Tickets schon weg waren. Nur mit sehr viel Glück und Ehrgeiz konnte ich Tickets für Front of Stage 1 und 2 ergattern.
Theoretisch hätte hier jeder die Chance gehabt am Pre-Pre-Sale teilzunehmen, also konnte ich irgendwie damit leben und schließlich hatte ich ja meine gewünschten Tickets bekommen.


Diesmal gibt es aber die Tickets im Pre-Pre-Sale, nur für bestimmte Kunden eines Mobilfunkanbieters. Und damit hat also nicht jeder die gleiche Chance, an Karten zu kommen und irgendwie fühlt man sich ein wenig als Mensch zweiter Klasse. Um es auf den Punkt zu bringen, ich bin traurig und enttäuscht. Traurig darüber, dass die Band nicht noch einmal nach Dresden oder Leipzig kommt und enttäuscht über diese Verkaufspraktiken, von Early-Entry und VIP ganz zu schweigen.


Ich habe das Gefühl, dass hier noch einmal im großen Stil die Gelddruckmaschine angeschmissen wird. Ich bleibe traurig und enttäuscht zurück, hatte ich doch mit etwas Besonderem gerechnet, einer Band, die nah an ihren Fans dran ist und mit einer Setlist begeistert, die auch mit Raritäten gespickt ist. Doch das Gegenteil ist der Fall ...


Es ist außerdem ärgerlich, dass bei jedem Konzert immer die Gleichen in der ersten Reihe stehen und diese zu jeder Tour 10 bis 20 Konzerte erleben. Ich gönne es ihnen und ich verstehe das Konzept Warteschlange ...  dass der belohnt wird, wer am längsten bereit ist zu warten. Aber was ist, wenn man an diesem Konzept erst gar nicht teilnehmen kann?


Ich habe mittlerweile Depeche Mode seit 2006 bereits 7 Mal live erlebt und kann mich damit eigentlich als sehr glücklich schätzen.




Nur würde ich auch gern einmal in der ersten Reihe stehen, kann mir den "Platz an der Sonne" aber aus gesundheitlichen Gründen nicht erkämpfen. Ich finde es sehr schade, denn sicherlich geht es Vielen ähnlich wie mir oder man kann aus beruflichen Gründen eben nicht schon morgens 7 Uhr vor der Location anstehen, wenn das Konzert erst 21 Uhr los geht.










Ich habe kurz überlegt, ob ich nicht doch zu einem weiteren Depeche Mode-Konzert reise, habe sogar einen Aufruf an Freunde gestartet, denn zu Zweit wäre es erschwinglicher.
Aber ich muss mich wohl damit abfinden, dass es für mich zu dieser Tour kein weiteres Konzert geben wird.


Und ich habe das traurige Gefühl, dass es die letzte Tour von Depeche Mode sein und ich somit nie wieder ein Konzert von ihnen erleben könnte ...




Nur ein kleines Trostpflaster ist mir geblieben: Ich habe gelernt, dass weniger mehr ist, denn mein erstes Konzert in Leipzig nach drei Jahren konnte ich wahnsinnig genießen, es war wunderschön, einfach episch für mich...
Beim zweiten Konzert in Dresden begann ich dann schon dieses mit dem zuvor erlebten zu vergleichen und Schlüsse zu ziehen, wo nun die Stimmung besser, der Sound genialer, die Band besser gelaunt war ... ich konnte einfach nicht mehr genießen und im Moment leben, die Gänsehaut und Tränen in den Augen von zuvor waren verschwunden, die Band erreichte mich emotional einfach nicht mehr.

Ich denke, man kann diese Magie nur erleben und spüren, wenn solche Erlebnisse eine Seltenheit bleiben und sie dadurch ihren Wert behalten. Ich bezweifle, dass Jemand, der die Band zur Tour 15 bis 20 Mal live erlebt, noch die Emotionen spürt, die ich gespürt habe.


Von daher versuche ich das Konzert in Leipzig so gut es geht in Erinnerung zu behalten, "Music for the Masses" unter Sternenhimmel, Mond und Feuerwerk am Himmelszelt ... Und das Magische ist, dass es von dem gesamten Abend sogar ein Video gibt ...

Es war episch.







1 Kommentar:

  1. Hallo!

    Depeche Mode selbst habe ich noch nicht gesehen, gehört für mich aber auch nicht zu den Bands, die ich auf jeden Fall mal erleben möchte. Obwohl ich immer wieder höre, dass die echt gut sind. ;)
    Konzerte miteinander zu vergleichen ist schon blöd. Das erste Mal bleibt halt immer was besonderes.. danach vergleicht man sie meistens zwangsweise zumindest ein wenig damit.. doch zu schnell nacheinander ist natürlich ganz blöd. Also: kein Grund traurig zu sein! ;D

    Liebe Grüße ❤

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