Unpacking boxes ... and emotions ( & The reason why there might be no story next week. )







Irgendwann war er da, der Tag X, den ich irgendwie nie haben wollte und dann doch kaum erwarten konnte.

Die vergangenen sechs Monate bin ich in ein dunkles tiefes Loch gefallen. Diese Zeit gehörte zu den schlimmsten drei Phasen meines Lebens. Der Winter und die Dunkelheit schien kein Ende zu nehmen, kaum war ein Schicksalsschlag überwunden, so wurde ich schon vom nächsten überrollt.

Eigentlich bin ich ja ein recht positiver Mensch und versuche das Glas immer halb voll zu sehen, spätestens seit meinem Leben im Ausland und den großartigen Erfahrungen, die ich dort gemacht habe, auch wenn das natürlich nicht heißt, dass es dort immer einfach war. Aber nach so vielen Schicksalsschlägen und zum Teil negativen Menschen um mich herum, fiel es auch mir irgendwann schwer, den Silberstreif am Horizont zu sehen.






Die Veränderung hatte sich schon längst angekündigt und es fühlte sich an, als ob man mir mein Zuhause weg nehmen würde. Aber hatte ich mich nicht selbst getäuscht? Immerhin hatte ich mich doch nie so richtig Zuhause in Deutschland gefühlt. Erst im Ausland lernte ich das Gefühl kennen, angekommen und glücklich zu sein und an keinem anderen Ort auf der Welt sein zu wollen.
Ich hatte mich getäuscht. Das Gefühl, das ich fühlte war nicht das von Heimat, sondern mehr das von Sicherheit und Alltag, dem Wissen, dass der nächste Tag wieder so sein würde wie der davor und der davor und der davor und ...

Obwohl ich gedanklich immer und immer wieder den Tag X durchgespielt habe, mich schon lang vorher darauf vorbereitet und von Jahrzehnten verabschiedet habe, so fühlte sich dieser Tag, dann als er da war, nicht nach Veränderung, sondern eher nach einer großen Schlacht an.  

Die ersten Tage danach fühlte ich mich für kurze Zeit befreit. Doch dieses Gefühl sollte nicht lang anhalten. Kurz darauf fühlte ich mich genau so wie vor Tag X und obwohl es eine große Veränderung gab, so sah und fühlte ich sie nicht (mehr).

Ich ahnte, dass mich dieses Projekt nur zum Teil in den vergangenen Monaten belastet hat, doch ich noch etwas Anderes auf dem Herzen trage. Ich ahnte, dass sich dieses Gefühl von Heimat und Freiheit wohl erst wieder einstellen würde, wenn ich Deutschland verlassen würde ...






Und nachdem Tag X überwunden war, stieg mir ein weiterer Gedanke in den Kopf:
den ich ebenfalls nie haben möchte, aber der nun nur mit noch größeren Schritten auf mich zurollt.

Ich ahne, dass ich mich schon wieder gegenteilig zu dem verhalte, was ich fühle und dass ich, egal was ich tun werde, wieder das Gefühl haben werde, einen Fehler gemacht, eine Chance verpasst zu haben, schlimmer noch, ich habe nicht aus dem Sommer 2014 gelernt und erlebe diese Situation zum zweiten Mal. Ich habe Fragen über Fragen im Kopf, ob wir nicht doch die Zeit hätten besser nutzen können, verurteile mich dann wieder selbst für meine Gedanken, denn ich weiß, dass es nicht meine Geschichte ist, dass diese schon längst geschrieben und der Abschied nur noch eine Frage der Zeit, von wenigen Wochen ist. Ich frage mich, ob es so etwas wie Schicksal gibt, ob man zwei Menschen gleichzeitig lieben kann oder ob es eher eine Seelenverwandtschaft statt Liebe ist, ob der Eine vom Anderen geschickt wurde, denn sie ähneln sich in so vielen Dingen und bringen auf die gleiche Art und Weise Licht und Magie in mein Leben. Ich frage mich, ob es so etwas wie Bestimmung gibt, ob es die richtigen Personen, aber eben den falschen Zeitpunkt gibt und ob es das Schicksal ist, das mir hier begegnet.



Ich hoffe es gibt diesen Abschied und ich kann euch hier davon berichten, wenn es so weit ist. Ich hoffe, ich kann mich selbst überwinden und nicht den gleichen Fehler wie im Sommer 2014 machen, einen Mensch gehen zu lassen, dem ich nie anvertraut habe, wie viel er mir bedeutet ...







( By the way:
Bitte wundert euch nicht und verzeiht mir, falls ich mich nächstes Wochenende mal nicht melden sollte. Da steht nämlich das besondere Event an, von dem ich euch hier schon einmal berichtet habe und auf das ich mich schon seit drei Jahren freue. Leider steht noch nicht ganz fest, ob ich wirklich teilnehmen kann. Wenn dann nur mit ganz viel Glück.

Jedenfalls wäre es traurig, wenn ich euch hier schon alles verraten würde und dann kann ich nicht teilnehmen. Deshalb berichte ich euch hinterher davon, wenn mein Traum denn wirklich wahr wird, in Form eines ausführlichen Berichts. (Wer ganz neugierig ist, kann mich ja mal auf Instagram besuchen, vielleicht habe ich ja die Möglichkeit, mich dort zwischendurch zu melden und zu verraten, wo ich denn nun stecke.)

Nur hochwertige Bilder werden schwierig, Kameras sind nämlich angeblich nicht erlaubt. Ich habe ja noch mein Handy und damit es auch wirklich durchhält habe ich mir extra noch eine Power-Bank gekauft. Das mit den Fotos ist aber ok. Diese und Videos habe ich in der Vergangenheit nämlich schon viel zu viele gemacht. Deshalb werde ich diesmal das Event wirklich rund um und vor allem mit all meinen Sinnen genießen, ohne mich selbst abzulenken, denn vielleicht ist es das (vor-) letzte Mal, dass ich in den Genuss dieses Events kommen werde.
Wir hören uns hier also eventuell erst wieder, wenn ich euch berichten kann, ob mein Traum wahr geworden ist oder nicht. ♥ )

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