(Almost) The End of a Goodbye Story | {DEJA-VU: MEMORY KEEPER.}


Dies ist die Fortsetzung einer Geschichte, die im November 2016 begann. Es ist keine Liebesgeschichte, sondern eine von denen ohne Happy End ...


(Wer wissen will, wie dieses Drama seinen Lauf nahm, der kann den Beginn der Geschichte noch einmal HIER 
- The Beginning of a Goodbye Story | {DEJA-VU: MEMORY KEEPER. } -
nachlesen.)








Wochenlang habe ich dich schon nicht mehr gesehen, das letzte Mal ist bestimmt schon über zwei Monate her. Am Anfang hat es mir gefehlt, dich jede Woche zu sehen, doch irgendwann wurde es besser. Ich begann so zu tun, als würde ich dich vergessen können. Eine ganze Weile sogar hat das tatsächlich funktioniert. Ich sah dich nicht mehr und so begann auch das Bild von dir vor meinem geistigen Auge zu verschwimmen, meine Erinnerungen an dich wurden immer blasser. Irgendwann waren sie so blass, dass ich annahm, ich hätte es tatsächlich geschafft, dich zu vergessen. Obwohl das vielleicht nicht die richtige Formulierung ist. Ich hatte dich nicht vergessen. Aber ich habe mich von dir verabschiedet. Schon lang, bevor du für immer gehen wirst. Sei es nun, dass es einen wirklichen Abschied gibt oder wir eines Tages aufhören werden, uns zu sehen.

Doch irgendwann waren die Ferien vorbei, das neue Semester begann und mit ihm die Gewissheit, dass wir uns nie wieder sehen würden, zumindest außerhalb des Zufalls. Ich kehrte an die Uni zurück und damit kehrten die Erinnerungen an dich zurück. Es schmerzte irgendwie zu wissen, dass du so nah und doch so fern bist, wir uns womöglich nie wieder sehen würden. Ich überlegte, ob und wie ich mich bei dir melden würde. Schließlich wollte ich zumindest wissen, wann du für immer gehen wirst ...








Es war ein grauer, regnerischer Tag. Ich war müde, verschlafen und ungeschminkt, meine Haare, die ich sonst morgens immer glätte, waren vom Wind und Regen zerzaust. Ich trug keine besonders schöne Kleidung. Wahrscheinlich hätte ich sie genau so gut Zuhause auf der Couch anhaben können. Sie war alltagstauglich, nicht mehr ... und schon gar nicht hübsch oder so dass sie oder ich hätten ins Auge fallen können.

Ich wartete an der Uni gerade auf die nächste Veranstaltung und vertrieb mir die Zeit damit, mit Freundinnen zu quatschen.


Plötzlich trieb dich der Zufall oder das Schicksal mir über den Weg.


Du kamst auf einmal wie aus dem Nichts um die Ecke gelaufen, warst schon an mir vorbei, ich sah dich nur noch im letzten Augenwinkel. Es dauerte, bis ich realisierte, dass es tatsächlich du warst. Hatte ich doch nie gedacht, dass ich dich wieder sehen würde. In der Zwischenzeit hattest du mich schon fest in den Arm genommen und mir einen Kuss auf die Wange gedrückt. Vor Schreck ist mir mein Spanisch abhanden gekommen. Es folgte eine kurze Unterhaltung, an die ich mich kaum erinnere. Du wolltest wissen, wie meine Ferien waren. Und ich antwortete mit der Wahrheit: Sie waren schlecht.


Du erlebst hier gerade womöglich mit die schönste Zeit deines Lebens ... und ich meine schlimmste. Unsere Welten könnten nicht verschiedener sein ...


Ich fühlte mich ein wenig unwohl in meiner Haut, so ganz ungeschminkt. Aber irgendwie war ich echt.
Unweigerlich musste ich an den Moment denken, als wir uns am nächsten waren. Auch an diesem Tag war ich ungeschminkt und viel zu warm für die Temperaturen des Tages angezogen. Auch an diesem Tag war ich echt.

Du wolltest noch wissen wie viele Prüfungen ich geschrieben und bestanden habe und dann warst du schon wieder dabei zu gehen. Ich fragte mich, ob unser Wiedersehen anders verlaufen wäre, wenn wir allein gewesen wären ...
Im letzten Moment nutzte ich die Chance, um dich zu fragen, bis wann du noch hier bist, also wann du gehen würdest. Deine Antwort war Juli.









Juli ... das kann so ziemlich alles sein, auch Ende Juni, also in zweieinhalb Monaten ...






Zum Abschied nahmst du mich wieder in den Arm, wie immer etwas länger und fester als ich es tun würde und gabst mir den obligatorischen Abschiedskuss auf die Wange.
Ich umarmte dich wie immer, etwas kürzer und weniger fest als es mein tiefstes Innerstes eigentlich will.
Als du schon am gehen warst, meinte ich noch, wir würden uns schreiben ...


Aber das tun wir schon seit Anfang des Jahres und somit seit Monaten nicht mehr ...







Ich weiß nicht, ob es ein Fluch oder Segen war, dich noch einmal zu sehen, nach so einer langen Zeit, war es auch nur für eine Minute. Ich weiß, dass ich etwas spüre, das echt ist. Ein Gefühl, das ich schon längst nicht mehr haben sollte, das ich mir selbst verbot. Dennoch, wenn ich in mich selbst hinein sehe, so ist es dort weiterhin, dieses flatternde Gefühl, diese Freude und Wärme, die ich spüre, wenn ich dich sehe, an dich denke oder du mich in den Arm nimmst.
Doch von Außen betrachtet ist dies nicht sichtbar, wirke ich vielleicht kontrolliert oder sogar emotionslos. Ich frage mich, was du von beiden siehst: Die Gefühle in meinem Inneren oder die Fassade, die ich nach Außen wahre.








Was dich an geht, so weiß ich nicht, was in dir vor geht. So, wie ich es hier schon einmal beschrieben habe, kann ich positive oder auch negative Gedanken fassen:

Wenn ich vom negativsten ausgehe, so bin ich nur eine weitere Trophäe, die du in deine Sammlung stellen kannst, eine weitere Bekanntschaft, die du verzaubert und erobert hast, um dann das gleiche Spiel von Neuem zu beginnen, nur eben mit einer anderen Person ...

Wenn ich positiv denke, dann geht in dir etwas Ähnliches wie in mir vor. Du spürst, dass da mehr ist, als sein sollte. Und weil du ebenso weißt, dass es nicht so sein darf und es sowieso in naher Zukunft einen Abschied für immer geben wird, bist du nach außen genau so distanziert wie ich ...

Ich weiß nicht, welcher Gedanke von beiden zutrifft. Ich weiß nur, dass meine Gefühle echt sind.


Und ich weiß, dass ich so etwas schon einmal erlebt habe. Damals erfuhr ich die Wahrheit erst beim Abschied ...


Fast dachte ich, dass dies hier nun so etwas wie eine Chance ist, zu zeigen, dass ich aus meinen Fehlern und verpassten Chancen von damals gelernt habe ... dass es genau das ist, was das Schicksal von mir sehen will. Aber schon wieder weiß ich nicht, wie ich mich verhalten soll, schon wieder mache ich die gleichen Fehler wie damals, schon wieder werde ich sie bis in die Ewigkeit bereuen ...







Womöglich werde ich es diesmal nie erfahren, was von beidem zutrifft. Ich weiß nicht einmal, ob ich das will. Und welche von beiden Möglichkeiten schlimmer für mich wäre.

Ich weiß nur, dass da etwas zwischen uns ist, das womöglich der Grund dafür ist, dass wir schon vor Wochen aufgehört haben, uns zu sehen und zu schreiben ...

Kommentare:

  1. Meine Güte Sussy!
    Du hast noch mindestens 2 Monate Zeit. Worauf wartest du? Willst du die Chance wieder verpassen? Probiere es doch einfach aus, wenn es nicht klappt hast du wenigstens eine tolle Zeit verbracht und neue Erfahrungen gemacht. Du merkst ein Knistern? Dann nimm es so wie es ist und mach' nicht gleich deine große Liebe daraus. Ich glaube, wenn du deine Zeit mit ihm ohne große Zukunftspläne verbringst, bekommst du vielleicht am Ende mehr als dir lieb ist. Halte dich an dein Wort und, verdammt nochmal, schreib ihm endlich!

    So genug Arschtritt für heute. :D

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  2. Danke aus tiefstem Herzen für deine wahren Worte. <3

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