(Almost) The End of a Goodbye Story | { CHANCE | FATED. }

Langsam beginne ich nicht nur an den Zufall, sondern auch an das Schicksal zu glauben ... im positiven, aber auch im negativen Sinne ...









Nur einen Tag nach dieser Geschichte hier sorgte der Zufall wieder dafür, dass wir uns doch noch ein weiteres Mal sahen, obwohl ich nie damit gerechnet habe ...


Ich hatte dich schon eine Weile aus der Ferne gesehen, doch als du immer näher kamst, wartete ich ab, darauf, was passieren würde ... ob du einen Schritt auf mich zugehen oder wie ein Fremder in der Ferne bleiben würdest.

Zunächst gingst du in eine andere Richtung und bliebst dort für eine Weile. Irgendwann musst du mich aber dann doch gesehen haben. Ich wartete weiter ab. Meine größte Angst war, dass wir uns aus dem Weg gehen würden. Und auch du schienst zunächst nicht zu wissen, wie du dich verhalten sollst. Irgendwann gingen wir dann doch die Schritte aufeinander zu, taten so, als hätten wir uns erst in dem Moment zufällig gesehen, obwohl wir beide uns wohl schon Minuten vorher aus der Ferne beobachtet haben.

Wieder folgte nach der obligatorischen Begrüßung eine Unterhaltung, an deren Inhalt ich mich kaum noch erinnern kann. Ein Grund dafür war, dass mir die Frage nicht aus dem Kopf ging, ob du mein Journal hier gelesen hast oder nicht. Wenn ja, dann würdest du nun die Wahrheit kennen. Aber ich lies mir nichts anmerken und du dir auch nicht.








Irgendwie fehlte die Nähe zwischen uns, die ich einst spürte.

Warst du am Anfang noch der Grund, der mir ein Lächeln ins Gesicht zauberte, mir meine Freude und ein Stück meiner Selbst zurück gab, mich mit deiner Magie zum Leuchten brachtest, so habe ich mich inzwischen merklich von dir distanziert. Und das scheinst du zu spüren und machst es mir gleich. 

Ich mache das nicht, weil ich es will, sondern weil ich mich selbst schützen muss.

Wir beide schienen mit der Situation überfordert. Ich weiß nicht, ob du deine Fassade genau so gewahrt hast, wie ich meine oder ob dir die Situation einfach unangenehm war. Und mal wieder bringe ich nicht die Worte über die Lippen, dich einfach zu fragen.

Auch diesmal fühle ich mich unwohl in meiner Haut, merke wie jeder weitere Tag hier Stück für Stück das Glück aus mir heraus saugt. Manchmal, wenn ich mich und mein Lachen auf Fotos aus Barcelona ansehe, erkenne ich mich, im Vergleich zu jetzt, selbst nicht mehr.

Auf die schönste Zeit meines Lebens folgte die schlimmste.







Du berichtest mir von all deinen Vorhaben und Europa weiten Reisen. In den kommenden Tagen und Wochen wirst du all die Städte besuchen, die mir etwas bedeuten, in denen meine lang vermissten Freunde leben und die Metropolen, die ich selbst gern besuchen würde.

Wieder prallen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können.







Wir sitzen uns eine ganze Weile gegenüber. Ich habe lang Zeit, dich anzusehen, vielleicht zum letzten Mal. Doch die Zeit rast und ich sehe dich gar nicht richtig an, aus Angst, dass es das letzte Mal sein könnte.

Obwohl da diese Distanz zwischen uns ist, ich meine Fassade wahre und du deine, ist da auch diese Nähe. Ich fühle mich geborgen bei dir, kann dir meine Gedanken ausschütten und manchmal habe ich das Gefühl, dass wir uns, abgesehen von dieser einen Sache, blind verstehen. Manchmal, wenn mir die Worte fehlen oder ich nicht weiß, wie ich es auf Spanisch formulieren soll, kommen meine Gedanken aus deinem Mund, bringst du meinen angefangenen Satz genau so zu Ende, wie er in meinem Kopf herum schwirrte.






Obwohl ich meine Fassade nach außen hin weiter wahrte und im tiefsten Inneren mit mir und meinen Gefühlen kämpfte, fühlte ich mich diesmal wieder echt und sehr verletzlich. Vielleicht war es die Angst, dich zum letzten Mal zu sehen. Diese Angst sorgte dafür, dass ich den Moment mit dir nicht genießen konnte, dass ich mich nicht frei, sondern distanziert gab, begleitet von der Angst, dass es dir egal war, ob wir noch Momente zusammen teilen oder nicht.




Als sich dieses Zufalls- oder Schicksalserlebnis, der für mich kostbare gemeinsame Moment, seinem Ende neigte, nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und sagte dir, dass ich, wenn der Moment gekommen ist, dass du für immer gehst, mich gern von dir verabschieden möchte.




Ich möchte, dass es diesen Abschied gibt und wir nicht einfach aufhören, uns zu sehen.










Obwohl du mir dein Wort gabst, dass du dich von mir verabschieden wirst, so weiß ich nicht, ob das geschehen wird. Ich weiß nicht, was mir lieber wäre, ein offizieller Abschied oder keiner.
Ich weiß nur, dass, angenommen es gäbe diesen Abschied, ich dich ein letztes Mal in den Arm nehmen und dir alles Glück der Welt wünschen würde, aus tiefstem Herzen. Wie es wirklich in mir aussieht, darüber würde ich schweigen, meine Lippen darüber stumm bleiben ... Ganz wie damals, im Sommer 2014, eben ...

Und in der Gewissheit, dass dies zumindest in dem Moment die richtige Entscheidung wäre, dass es hier nicht nur um mich, sondern eben auch um dich geht, würde ich nur wenige Tage danach die verpasste Chance bereuen ... erneut ... und für viel zu lange Zeit... so wie seit dem Sommer 2014 eben ...











Manchmal da hat die ganze Situation so viel mit meinen Erlebnissen in Barcelona, vom Sommer 2014, gemeinsam, habt ihr so viel gemeinsam, dass ich fast beginne an Schicksal zu glauben ...




Aus meinen Fehlern gelernt habe ich immer noch nicht, im Gegenteil, ich mache den gleichen Fehler wie damals, ich bleibe dir gegenüber ein Keeper, behalte meine Gefühle lieber für mich.


Dass du in mein Leben gekommen bist, mich ein (viel zu) kurzes Stück auf meinem Lebensweg begleitet, mein Leben mit Magie erhellt hast, das bereue ich nicht. Im Gegenteil. Ich bin dankbar für jeden einzelnen Moment, an den ich mich noch lange Zeit erinnern werde. Und die Erinnerung an dich wird mich wohl mein Leben lang begleiten und nie richtig verblassen ...




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