A L O V E L E T T E R | { ... which will never be sent and received.}






Fast drei Jahre lang haben wir uns nun schon nicht mehr gesehen.


Langsam beginnen meine Erinnerungen an dich ein wenig zu verschwimmen, sehe ich dein wundervolles Gesicht nicht mehr so klar vor mir wie früher noch. Aber ich habe Glück. Denn ich habe die Erinnerung an dich in meinen Tagebüchern fest gehalten und hier auf meinem Blog.



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Rückblick | {2014 - BARCELONA}







Als ich dich das erste Mal sah, wusste ich noch nicht, wer du wirklich bist. Ich wusste noch nicht, dass ich dich von diesem Moment an fast jeden Tag die kommenden Monate sehen würde, wenn auch nur aus der Ferne. Und wie sehr ich mich darauf freuen würde. Mir war als ob von Anfang an eine Vertrautheit und Magie zwischen uns bestand, die ich zuvor in einer solchen Form noch nie erlebt habe.

Die meiste Zeit beobachtete ich dich aus der Ferne, doch mein Herz schlug mir dabei immer bis zum Hals. Du tatst es mir gleich. Es war wundervoll zu beobachten, wie du dich manchmal auf den Weg zu mir gemacht hast, um mit mir zu reden und dann doch wieder umgekehrt bist oder umdrehen musstest, weil es unsere Umwelt einfach nicht erlaubte, dass wir uns genau in diesem Moment unterhalten, ohne dabei beobachtet zu werden. Manchmal klappte es dann doch. Oder ich erhielt wundervolle Nachrichten von dir. Distanz zwischen uns bewahrten wir trotzdem.

Das änderte sich schlagartig, als du eröffnest hast, dass du gehen würdest, weil du es müsstest. Die Nachricht traf mich wie ein Schlag. In dem Moment als ich sie erhielt, war ich nicht allein, aber es fühlte sich an, als wären da nur wir beide. Ich konnte dir nicht in die Augen sehen und du mir auch nicht, du sahst stattdessen die beiden Personen neben mir an. Von nun an änderte sich unser Umgang. Manchmal hast du die Plätze aufgesucht, an denen ich gerade allein war, nur um den Moment zu nutzen, um mit mir ungestört zu reden. Die Zeit wurde kostbar für uns. Und wir schienen beide den Schmerz des nahenden Abschieds zu spüren.

Eines Abends hast du mich eingeladen. Doch ich kam nicht. Warum, das weiß ich bis heute nicht. Ich weiß nur, dass ich es bereue. Dies wäre wohl der Moment gewesen, in dem ich dir offenbart hätte, was ich fühle und dass ich nicht will, dass du gehst.

Beim Abschied waren wir nicht allein. Und doch hast du noch einmal versucht, mit mir allein zu sein. Als wir uns voneinander verabschiedeten, hielten wir uns lang in den Armen, eine halbe Ewigkeit. Ich konnte dein Herz schlagen hören. Schließlich hast du mir zugeflüstert, dass du mich liebst und mir dabei erst mehrere Küsse auf die Wange und den letzten schließlich zaghaft auf meine überraschten Lippen gegeben. Ich wollte dich nicht los und erst recht nicht gehen lassen. Aber ich tat es, da es zu viele Augen gab, die uns in diesem Moment beobachteten, die ahnen konnten, wie viel uns dieser Moment bedeutet, wie viel da zwischen uns war. Als ich ging drehte ich mich kein einziges Mal nach dir um, obwohl innerlich in mir eine Welt zusammenbrach und ich am liebsten zu dir zurückgekehrt wäre.

Danach hatte ich das große Glück, dich doch noch einmal im Arm halten zu dürfen als du überraschender Weise ein letztes Mal zurückgekehrt bist. Doch der verbleibende Abend lief anders als erwartet. Ich konnte mich nicht einmal ein zweites Mal von dir verabschieden ...

Das tat ich, als ich an der Reihe war zu gehen, schriftlich. Und du schriebst mir die schönsten Zeilen, die man sich vorstellen kann. Ich hatte Tränen in den Augen als ich sie las. Auch du hattest die Hoffnung, dass wir uns eines Tages wieder sehen würden. Wir beide überließen es dem Schicksal...



Doch dieser Moment kam nie. Ich habe dich seitdem nie wieder gesehen ...


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GEGENWART



Ich denke immer noch an dich. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dann warst du wohl die erste und letzte Person, die ich aufrichtig geliebt habe. Nie hätte ich gedacht, dass es ein Wiedersehen nie geben wird. Für lange Zeit habe ich versucht, dich gehen zu lassen, zu akzeptieren, dass du jetzt ein anderes Leben an einem anderen Ort auf dieser Welt führst. Ich wünschte dir, dass du glücklich bist. Und es schien tatsächlich, als ob du dein Glück gefunden hast. Ich weiß es nicht, aber ich hoffe es.

Seit geraumer Zeit geschehen seltsame Dinge. Dinge, die mein Leben in andere Bahnen zu lenken scheinen, in deine Richtung. Ich will den Geschehnissen nicht nachgeben, denn ich habe Angst, dass mich nur Enttäuschungen erwarten. Oder es ist eben doch das Schicksal, das da gerade bei mir anklopft ...



Ich weiß nur, dass ich dich immer noch liebe, auch wenn ich dich schon längst hätte gehen lassen sollen ... Gleichzeitig weiß ich, dass wir den richtigen Moment verpasst haben, dass es für uns zu spät ist ... Doch dafür, dich nur noch ein einziges Mal in meinem Leben zu sehen, würde ich alles geben ...





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