The Beginning of a Goodbye Story | {DEJA-VU: MEMORY KEEPER.}

Zunächst einmal möchte ich mich mit dieser Geschichte hier schon wieder von meiner Rubrik
"LIFE LATELY" trennen. Die gibt es zwar weiterhin, aber da ich, wie in meinem letzten Post angekündigt, mehr Geschichten ähnlich einem Journal schreiben möchte, so finde ich den Zusatz in der Überschrift des Posts irgendwie störend. Schließlich gehört zu einer Geschichte auch ein bedeutungsvoller Titel. Heute beginnt also die Zukunft meines kleinen Journals voller Geschichten. Und die heutige ist wohl gleich eine der bedeutungsvollsten ...




Memory Keeper

Déjà-Vu









Noch in meinem letzten Post schreibe ich davon, dass ich blockiert bin. Und dass ich ein Keeper bin ... Ich dachte immer, dass man nicht schreiben kann und sollte, wenn man blockiert ist. Doch jetzt denke ich, dass man gerade deshalb schreiben sollte, um diese Blockade zu lösen.
Ich sollte die Gedanken und Momente, die ich gerade durchlebe, so bittersüß wie sie sind, schwarz auf weiß nach außen tragen, in diesen Blog, in mein kleines Journal schreiben, schon allein aus der Angst, dass sie irgendwann zu einem grauen Nebel entfernter Erinnerung verschleiern.

Denn schließlich halten wir in unseren Journals und auf unseren Fotos Momente für die Ewigkeit fest, die sonst schon längst in Vergessenheit geraten. Und so ist auch dieser Blog hier einer der wertvollsten Schätze, die ich besitze. Schöner hätte ich meine Zeit in Barcelona kaum festhalten können.

Ich durchlebe gerade ein Déjà-vu, den Anfang eines Abschieds, den Anfang vom Ende.
Und es ist wirklich ein Déjà-vu, denn diese Geschichte vom Abschied ist mir schon einmal begegnet ...





Rückblick (Frühling 2014 - BARCELONA)





Wir sind in Barcelona. Ich bin es. Wir schreiben das Jahr 2014, es ist Frühling. Über zwei Jahre bin ich nun schon hier. Fast genau so lang fühle ich mich allein in einem fremden Land. Ich bin damals wegen dir her gekommen. Und als du dich zum Gehen ohne Abschied für immer entschlossen hast, habe ich kurz darüber nachgedacht, ob auch ich gehe, das Land verlasse, vor mir selbst davon laufe.

Doch ich entschloss mich anders. Ich blieb. Schon allein deshalb, weil ich fest daran glaubte, dass es dafür einen Grund geben würde.
Ich sollte Recht behalten, denn kurz darauf trat ein Mensch in mein Leben, der tiefe Spuren darin hinterlassen würde ...

Ich hatte gerade, neben dem einstigen Herzensmenschen, einen Job und Kollegen hinter mir gelassen, der und die mich nicht erfüllten, die mir nicht gut taten und dennoch vorgaben, meine Freunde zu sein.

Dann kamen eines Tages der neue Job, die neuen Kollegen in mein Leben. Und mit ihnen du. Ich hatte etwas gefunden, nach dem ich schon so lang gesucht hatte. Alles, was mich von nun an umgab, tat mir gut, erfüllte mich, wie es nur Weniges zuvor getan hatte, wie es bis heute kaum etwas anderes kann.

Und dennoch war es der Anfang vom Ende ...

Die Uhren liefen von Anfang an rückwärts. Mit jedem Tag, der verstrich, rückte der Abschied immer näher. Es vergingen nur wenige Wochen, vielleicht blieben uns nur ein, zwei Monate.
Ich war die meiste Zeit ein Keeper. Und du warst es auch. Bis zu unserem Abschied, als du dich zum ersten Mal mir gegenüber geöffnet hast. Du nahmst mich fest in den Arm und hieltst mich so für eine lange Zeit, Momente der Ewigkeit, fest an dein Herz gedrückt. Ich tat es dir gleich.
Ich konnte dein Herz schlagen hören, fast wie die Sekundenzeiger einer Uhr, die unsere letzten Minuten im Leben des Anderen einläuteten. Du gabst mir mehrere Küsse auf die Wange und schließlich einen zaghaft auf meine überraschten Lippen. Du flüsterst zärtlich "Te quiero" zu mir. Doch meine Lippen blieben stumm. Ich blieb ein Keeper.
Es blieb bei einem Abschied für immer, auch wenn ich damals anders hoffte und glaubte ...

Oft habe ich an diesen Moment zurück gedacht. Oft habe ich es bereut, nicht den Abschied, aber den Anfang vom Ende, dass ich ein Keeper blieb, bis zuletzt, und dir gegenüber für immer. Leise flüstert es in meiner Seele und brennt es auf dem Herzen. "Te quiero también." Doch heute bist du nur noch eine bittersüße Erinnerung ...





Gegenwart (Winter Ende 2016 | Anfang 2017 - DEUTSCHLAND)







Nicht umsonst habe ich das Gefühl eines Déjà-vu. So wie mir das Leben gerade begegnet, ist es schon einmal geschehen, damals im Frühjahr 2014, vor fast drei Jahren.
Nur diesmal fühlt es sich anders an. Wie eine zweite Chance, als ob das Leben sehen will, ob ich meine Lehren gezogen, meine Lektion gelernt habe. Doch anstatt diesmal schlauer zu sein, alles anders, besser zu machen, fühle ich nur den gehobenen Zeigefinger des Schicksals auf mich ausgestreckt, der mich lähmt, manchmal auch erschaudern lässt und doch schließlich wieder zu einem Keeper macht.

Es ist der Anfang vom Ende. Schon wieder.
Mit jedem Tag, der vergeht, bleiben uns nur noch wenige Wochen, vielleicht noch ein, zwei Monate, vielleicht nur ein paar vereinzelte Tage. Der Abschied ist so nah, wie die Zeit, dir wir uns kennen. Und auch diesmal steht fest: Es wird ein Abschied für immer. Mal wieder.

Man könnte meinen, ich würde diesmal alles besser machen. Doch ich bleibe ein Keeper. Auch diesmal ist die Situation verworren, auch diesmal gibt es mindestens zwei Gründe, weshalb ich erst ein Keeper geworden bin und nichts anderes als bleiben kann.

Auch du hast mein Leben erhellt, auch du hinterlässt gerade tiefe Spuren auf meiner Seele und in meinem Herzen. Und doch bist du noch real. Du bist meine Gegenwart, noch keine Erinnerung. Aber du bist auf dem unaufhaltsamen Weg, dich in eine zu verwandeln.

Und ich frage mich, je mehr uns die verbleibende Zeit wie Sand durch die Hände rieselt, wie lang ich, wie lang wir noch Keeper bleiben.

Ich möchte kein Keeper sein. Aber ich bin es. Und mindestens zwei vernünftige Gründe rechtfertigen es. Bereits jetzt steht fest, dass wir uns nach unserem Abschied (wenn es denn einen offiziellen geben wird) nie wieder sehen werden. Auch diesmal wird es ein Abschied für die Ewigkeit.

Es überkommt mich das Gefühl, dass ich nichts aus der Vergangenheit gelernt habe, dass ich auch diesmal bis zu unserem Abschied und darüber hinaus ein Keeper bleiben werde, obwohl mein Herz sanft und leise "Te quiero." flüstert. Doch die Worte stoßen auf verschlossene Lippen, ganz wie damals eben ...

Nein, das hier ist keine Liebesgeschichte, keine mit Happy End, es ist der Anfang vom Ende, ein Abschied für die Ewigkeit, bittersüße Erinnerungen, die für immer bleiben werden ...






Kommentare:

  1. Danke Sussy!
    Super cooler Post, das hat mich gerade motiviert selbst mal wieder zu bloggen.
    Nyra <3

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    1. Dankeschön, meine Liebe. ♡
      Dein DIY ist auch nicht ohne. Super toll in Szene gesetzt und was richtig Großartiges, um kreativ zu werden.
      Liebe Grüße und bis bald

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    2. Es freut mich sehr, dass es dir gefällt. :)

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