BLOGGING | {Are we at the peak of professional blogging?}

by - Monday, October 31, 2016




Zwischen meinen geplanten Herbst-Stories und der Fortsetzung meiner Bucketlist-Destinationen komme ich nicht umhin, ein Thema anzusprechen, das mir momentan öfter als gewollt im Kopf herum schwirrt und mich sehr beschäftigt. Ich hätte mit einer solchen Entwicklung nie gerechnet, zumindest jetzt noch nicht, und dennoch ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man sich ihm unweigerlich stellen muss und seine Augen nicht länger davor schließen kann.



Die Frage, die ich mir momentan stelle, ist:




Ob wir gerade auf dem Gipfel der professionellen Bloggerwelt angekommen sind und es von jetzt an nur noch bergab gehen kann ... ?





Ich bin keine professionelle Bloggerin, aber ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich insgeheim davon geträumt habe, mich eines Tages nach meinem Studium mit meinem Blog neben dem Beruf selbständig und im besten Fall irgendwann vollkommen selbständig zu machen.

Auch ich bin nicht nur leidenschaftliche Bloggerin, sondern auch interessierte Leserin von anderen Blogs. Im Laufe der Zeit haben sich bei mir gut 150 Blogs angesammelt, deren Content ich so gut es geht, regelmäßig in mich aufsaugte und gespannt auf die nächsten Stories wartete.
Während dem sich anfangs nur eine Hand voll Lieblingsblogs in meiner Leseliste sammelten, wurden es mit der Zeit immer mehr. Und was mir in den vergangenen Wochen unweigerlich aufgefallen ist, ist, dass sie in gewisser Weise, abgesehen von wenigen Ausnahmen, immer austauschbarer wurden. Dies ging so weit, dass sich manche Blogs so sehr in ihrem Design und Content ähneln, dass ich sie nur noch anhand der unterschiedlichen Blognamen und Header auseinander halten kann. Blogs sind ein Massen-Konsum-Gut geworden. Blogs, die mir einen echten Mehrwert schenken, an denen ich regelmäßig kleben und jeden einzelnen Post nur so in mich aufsauge, werden immer seltener. Ihre Informationen wirken standardisiert und dadurch austauschbar.

Gleichzeitig nehme ich die Entwicklung wahr, dass die großen Blogs gefühlt noch größer werden, noch unglaublicheren Content produzieren und die kleinen, authentischen, liebevoll geführten Blogs systematisch von der Bildfläche verdrängen.
Allein von drei professionellen Blogautoren, deren Blogs ich für sehr professionell und erfolgreich hielt und die jeweils mehrere Tausend Follower zählen, musste ich erfahren, dass sie allein vom Bloggen nicht mehr leben können und sich deshalb ein zweites Standbein aufbauen müssen. Diese Entwicklung macht mich traurig. Denn immerhin kann man, wenn die Haupteinnahmequelle eine andere ist, nicht mehr so viel Zeit und Liebe in den eigenen Blog stecken und seine Entwicklung stagniert oder ist im schlechtesten Fall sogar rückläufig.

Das Fazit ist also, dass es kaum noch möglich scheint, wenn man nicht schon unter den großen Fischen auf dem Markt schwimmt (oder es vielleicht gar nicht will, da man mit einem kleinen, liebevoll geführten Blog vielleicht viel lieber eine Nische und ein spezielles Publikum bedienen will) sich als Blogger zu behaupten.




Und so werde auch ich meinen Traum, eines Tages professionell zu bloggen, überdenken. Glücklicherweise kann man meiner Meinung nach das Bloggen allerdings mit vielen Disziplinen verbinden, egal ob Fotografie, Marketing oder Tourismus. Ich ziehe meine Erkenntnisse daraus. Allerdings habe ich den großen Wunsch im Herzen, dass all die kleinen Lieblingsblogs da draußen nicht von der Lawine an Blog-Giganten verschüttet werden, sondern dass es ihnen irgendwie gelingt, sich freizuschaufeln und ihren eigenen Weg zu gehen, wenn es auch der steinigere ist ...


Vielleicht ist es schon längst zu spät, um mit dem professionellen Bloggen anzufangen, vielleicht sind alle Wachstumspotentiale ausgeschöpft. Vielleicht liegt es daran, dass wir alle plötzlich so wenig Zeit haben, uns nicht mehr zwischen Alternativen entscheiden können und lieber jede von ihnen mal so schnell neben bei konsumieren und im nächsten Moment schon wieder vergessen haben.


Vielleicht ist es aber gerade jetzt Zeit, zurück zu den Wurzeln des Bloggens zu kehren, individualisierter, beschaulicher, authentischer zu werden. Es ist Zeit, uns wieder selbst zu finden und was wir da finden mit all unserer Wärme zu lieben, anstatt Idealen nachzueifern, die wir einfach nicht sind und die uns in unserem tiefen Herzen nie glücklich machen können ... Wenn dies auch bedeuten sollte, dass wir uns nach einem zweiten Standbein im Leben umsehen müssen ...

You May Also Like

0 Love notes

Dear lovely reader,

thank you so much for your inspiration. I always try to come back to you here. In case of important questions concerning my blog and/or travel destinations, you are welcome to send me an email to: sussystreasures@gmail.com.

♥ Love, Sussy