MINIMALISM | {How Barcelona taught me to live out of only one suitcase.}

by - Saturday, June 18, 2016





Ich widme mich dem Minimalismus, zumindest auf Zeit ... vielleicht auch für immer. Doch wie kam es dazu?

Als ich Anfang 2012 nach Barcelona auswanderte, dann tat ich das mit nur einem einzigen Koffer und einem Rucksack ... und das hat vollkommen gereicht. Ich tat dies, weil ich nie wusste, wie lang ich bleiben oder wie oft ich umziehen würde. Mit der Zeit lernte ich, meine Outfits zu kombinieren, mit unterschiedlichem Schmuck zu ergänzen und eben jedes Mal ein wenig anders aussehen zu lassen, obwohl ich fast immer Ähnliches trug. Irgendwie lernte ich so meine Kleidungsstücke viel mehr schätzen und trug wirklich jedes einzelne von ihnen regelmäßig und gern.

Als ich fast drei Jahre später von Barcelona nach Deutschland zurückkehrte, dann gesellte sich zu meinen Kleidungsstücken aus einem Koffer auf einmal ein voller Kleiderschrank. Die Konsequenz war, dass ich nun eine volle Box mit Klamotten besitze, die ich so gut wie nie trage und die in meinem Zimmer nur herum steht, weil deren Inhalt nicht mehr in meinen Schrank passt.

Aus der Not des Studentenlebens heraus, habe ich beschlossen, dass ich mir in den nächsten paar Jahren erstmal keine neuen Kleidungsstücke mehr anschaffe und die alten abtrage. Viel zu viele von ihnen trage ich so gut wie nie oder eben doch nur Zuhause, aber nie unterwegs. Mein Ziel ist es, dass wenn ich Deutschland in ein bis drei oder vier Jahren verlassen werde, ich dies wieder mit nur einem Rucksack und einem Koffer tun werde...Diesmal für immer. 

Darüber hinaus habe ich aufgehört, mir Dinge wie Souvenirs und ähnliches zu kaufen, die keinen wirklichen Sinn haben, an denen man dann doch aufgrund verschiedener Erinnerungen irgendwie hängt und sie eben mit müssen, wenn man umzieht und man es auch nicht übers Herz bringt, sich von ihnen zu verabschieden. Meine kostbarsten Dinge sind mein Handy, weil ich mit ihm Kontakt zu meinen Freunden in der ganzen Welt halten kann, sowie mein Laptop und mein Blog, aus dem gleichen Grund und weil sich dort alle meine Erinnerungen und kostbarsten Momente in Form von tausenden Fotos und Videos befinden. Ansonsten gibt es aber nichts, woran mein Herz hängt und das ich um mich herum brauche, abgesehen vielleicht von meiner Kamera, meinem Glätteisen und meinem Lockenstab, obwohl die letzten beiden Dinge nicht unbedingt "überlebenswichtig" sind.

Die Menschen, die mich bisher in meinem Leben am meisten begeistert und inspiriert haben, sind nicht die mit den teuersten Handys, größten Autos und modernsten Wohnungen oder Häusern, sondern die, die vielleicht nur zwei paar Schuhe und Hosen besitzen, aus einem Koffer leben, dafür aber schon in fünf bis über zehn Ländern gelebt haben. Sie bringen nicht Äußerlichkeiten in Form von Luxus und Geld mit, sondern vor allem kostbare Erinnerungen, wundervolle Geschichten und ein liebenswürdiges Herz.

Mein Ziel ist es, eines Tages einer von ihnen zu werden, dass sich die kostbarsten und wertvollsten Dinge nicht an mir oder in meiner Wohnung befinden, sondern in meinem Herzen, in Form von wundervollen Erinnerungen.





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