[OUTDOOR ADVENTURE: HIKING] SAXONY'S SWITZERLAND {HERKULESSÄULEN}

 
Wie in meinem Post zuvor berichtet (klick), ging es nach der Besteigung des Sachsensteins weiter auf dem Rundwanderweg in Rosenthal-Bielatal in der Sächsischen Schweiz. Dieser führte uns auf die andere Seite, die Sonnenseite des Tals und nach einigen kleineren Aussichtspunkten, an einem picknickten wir erneut mit wundervoller Aussicht über das Tal, zu unserem nächsten Highlight.
 
 
Das konnten wir schon von weitem sehen. Es handelte sich um die sogenannten Herkulessäulen und auch von weitem lässt sich bereits erahnen, weshalb sie diesen Namen tragen. Auf deren Spitzen standen gerade einige Kletterer.
 
 
Der Weg führte uns an die Herkulessäulen heran, sodass wir schnell vor deren Felswänden standen. Wir waren nicht die Einzigen, gut 30 Kletterer hatten sich hier versammelt, hingen in den Seilen, an den Wänden, standen auf dem Gipfel, waren gerade herunter gekommen und aßen ihren Proviant, um wieder zu Kräften zu kommen oder warteten einfach, bis sie an der Reihe waren und endlich die Felswände hinauf klettern konnten. Uns umgab ein zauberhafter Birkenwald, alle hatten ihre Rucksäcke, Schuhe, Proviant und Seile an diesem Platz liegen und es sah fast wie ein richtiges Outdoor-Camp aus. Ich hätte es hier auch einige Tage ausgehalten, denn es lag an diesem Ort Abenteuer in der Luft.
 
 
Meine Wanderbegleiter waren so fasziniert, dass sie schnell zwischen den Felswänden verschwanden, um die Umgebung zu erkunden, ich sollte in der Zwischenzeit auf die Rucksäcke aufpassen. Deren Erkundungstour fand ich nicht so toll, denn es hingen viele Kletterer in den Seilen und diese hatten auch Schlaufen am Boden gebildet, weshalb ich es für keine gute Idee hielt, zwischen ihnen herum zu turnen und sie vielleicht auch noch abzulenken.
 
So wartete ich am Fuße der Felswände und beobachtete, wie Kletterer sich abseilten und neue die Säulen erklommen und nach und nach ihre Haken setzten.
Hätte ich sie alle fotografiert und gefilmt, so hätte ich wahrscheinlich traumhafte Aufnahmen gemacht, aber ich ließ es dann doch sein, schließlich wusste ich nicht, ob sie damit einverstanden wären.
 
 
Nach gefühlt einer Ewigkeit kamen meine beiden Begleiter endlich von ihrer Erkundungstour zurück und waren so fasziniert, dass sie mir ihre gemachten Fotos auf der Kamera zeigten und meinten, ich müsse da unbedingt auch hin.
 
Ich war wieder nicht besonders begeistert, irgendwo hinauf zu klettern, wo ich keinen festen Boden unter mir und über mir auch noch Kletterer habe, aber deren strahlende Augen und traumhafte Bilder ermutigten mich erneut.

 
 
So machte ich mich auf den Weg, um nun selbst die Umgebung der Herkulessäulen zu erkunden.
Es ging in den Fels hinein, der einen höhlenartigen Tunnel gebildet hatte, der wie ein Labyrinth verlief und mich schließlich in eine Art Canyon brachte. Ich musste sofort an Zypern denken, denn dort gibt es auch so einen Canyon, den ich allerdings nur von Bildern kenne. Auch die berühmten Canyons der USA kamen mir in den Sinn und ich konnte es kaum glauben, an was für einem traumhaften Ort ich gerade stand. Noch dazu war ich hier allein unterwegs, da alle anderen in den Felswänden über mir hingen.
 
Ab sofort werden die Herkulessäulen in meine Liste der traumhaftesten Orte der Sächsischen Schweiz und die ich überhaupt gesehen habe mit aufgenommen. Wäre ich allein unterwegs gewesen, so hätte ich hier wohl Stunden verbracht und abwechselnd fotografiert, gepicknickt und wieder fotografiert, nur um perfekte Bilder von diesem Erlebnis zu erhalten und den Moment in meine Erinnerungen einzubrennen.
 
 
Allerdings blieb mir nicht viel Zeit, da meine beiden Reisebegleiter auf mich warteten und es inzwischen bereits Nachmittag war. So blieb mir also nur, den Canyon schnell ein kleines Stück zu durchlaufen, Bilder zu machen und mich dann wieder auf den Rückweg zu begeben.
Wenn ihr ein Abenteuer sucht und vielleicht auch noch klettern könnt, dann müsst ihr unbedingt mal hier hin!
 
 
Viel zu schnell kam ich wieder an dem kleinen Birkenwäldchen und dem Platz, an dem alle Kletterer ihre Ausrüstung liegen hatten am Fuße der Herkulessäulen an und musste diesen wunderschönen, abenteuerlichen Ort leider schon wieder hinter mir lassen, viel zu früh. wenn ihr mich fragt.
 
 
Im Prinzip hatten wir nun alle Highlights, die der Rundwanderweg zu bieten hatte, bereits hinter uns gelassen und der weitere Weg war weniger abenteuerlich. Irgendwann am Nachmittag zwischen 15 und 16 Uhr erreichten wir unseren Ausgangspunkt und machten uns mit einem kurzen Stopp für einen Nachmittags-Kaffee in Königstein auf den Rückweg nach Hause, wo wir kurz nach 18 Uhr ankamen.
 
Mein Fazit ist, dass ich nach einer anfänglichen Enttäuschung über die weniger eindrucksvolle Landschaft und dem wenig anspruchsvollen Wanderweg mit dem Sachsenstein und den Herkulessäulen doch noch zwei Highlights erlebt habe und ich auf jeden Fall eines Tages zu den Herkulessäulen zurückkehren möchte - dann vielleicht mit einer Kletterausrüstung und vor allem ganz viel Zeit.
 

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