[OUTDOOR ADVENTURE: HIKING] Saxony's Switzerland {SACHSENSTEIN}

 
Meine zweimonatigen Semesterferien und die schönen sonnigen Herbsttage neigten sich so langsam dem Ende zu und deshalb war es noch einmal an der Zeit, frische heimatliche Luft beim Wandern in der Sächsischen Schweiz zu atmen. Für mich ist es immer wieder ein Outdoor-Erlebnis der besonderen Art. Und wie schon einige Male erwähnt, stehe ich momentan auf alles, was mit Outdoor-Erlebnissen und Wandern zu tun hat. Ihr könntet mich wohl in den Yosemite Nationalpark oder nach Island stecken, ich würde nie wieder zurück kommen, weil es mir so fantastisch gefallen würde.
 
An einem sonnigen, spätsommerlichen Freitag Anfang Oktober mit Temperaturen über 20°C machten wir uns gegen 9 Uhr am Vormittag mit dem Auto in die gut einstündig entfernte Sächsische Schweiz auf. Das bevorstehende Outdoor-Erlebnis war kein Zufall, denn genau vor einem Jahr waren wir an diesem Tag auf dem Fichtelberg und vor zwei Jahren auf dem Brocken im Harz.
 
Diesmal ging es in den Bereich Rosenthal-Bielatal, nah an der Grenze zur Tschechischen Republik. Auch ich kannte das Wandergebiet noch nicht und lies mich überraschen. Es ist eher noch ein Geheimtipp, denn wir trafen unterwegs nur wenige Wanderer, eher immer alt bekannte Gesichter, entlang der Wanderstrecke und eigentlich fast mehr Kletterer als Wanderer. Um ehrlich zu sein, sieht das Gebiet ein wenig wild und verlassen aus, wahrscheinlich aufgrund seiner Abgelegenheit und der Nähe zur Tschechischen Republik. Gerade deshalb ist es eher ein Geheimtipp. Wenn ich etwas nicht mag, dann sind es überfüllte Wanderwege und allgemein zu viele Menschen. Am liebsten habe ich es ganz einsam und bin am liebsten allein in der Natur unterwegs. Und genau hier hat man eben, bis auf wenige Ausnahmen, die Chance dazu.
 
 
Es ging entlang eines angeblich nur 8 Kilometer langen Rundwanderweges. Ich machte mir schon Gedanken, ob es überhaupt Sinn hätte, so eine kurze Strecke zu laufen. Aber irgendwie waren wir dann viel länger unterwegs als eigentlich geplant und es kam mir eher wie 15 bis 20 Kilometer vor, wahrscheinlich weil wir auch alle Aussichtspunkte ausgelaufen sind. Der Weg ist allgemein wenig anspruchsvoll und eignet sich auch für Menschen, die gesundheitlich oder aufgrund ihres Alters eingeschränkt sind.
 
Um ehrlich zu sein, war ich von der Landschaft, im Vergleich zu anderen Regionen der Sächsischen Schweiz, zunächst ein wenig enttäuscht. Allerdings hielt die Strecke zwei absolute Highlights bereit, weshalb ich jederzeit wieder zurückkehren würde.
 
Das erste Highlight war der sogenannte Sachsenstein, der auf dem oberen Bild zu sehen ist. Es handelt sich um einen relativ hohen Felsen mit Aussichtspunkt, zu dem mehrere Metallleitern fast senkrecht hinauf führen.
Ich blieb zunächst auf einer Bank zu dessen Füßen sitzen und wartete bis meine zwei Reisebegleiter hinauf und wieder hinunter geklettert sind. Um ehrlich zu sein, habe ich ein wenig Höhenangst. Manchmal gelingt es mir, sie zu überwinden, manchmal nicht. Ich habe nicht unbedingt ein Problem damit, hinauf zu klettern, nur wieder hinunter zu kommen ist das Problem, denn meistens wird mir dann, wenn ich aus luftiger Höhe hinunter schaue, schwindelig. Und so hatte ich auch hier meine Bedenken aufgrund der steilen Treppen und schmalen Treppenstufen.
 
Als meine zwei Wanderbegleiter wieder abgestiegen waren, machten wir unser erstes Picknick und aßen unseren Reiseproviant. Die beiden ließen die Chance nicht ungenutzt und redeten auf mich ein, doch noch hinauf zu klettern.
 
 
Schließlich überwindete ich mich dann doch, hinaufzuklettern, aber nicht unbedingt für mich selbst, sondern nur weil ich hoffte, ein paar tolle Aufnahmen mit meiner Kamera zu machen und ich mir diese nicht entgehen lassen wollte. Um ehrlich zu sein ist das nicht unbedingt der richtige Anreiz, denn in erster Linie sollte ich es für mich tun und auch in dem, was ich tue, sicher sein. Denn man sollte nicht vergessen, dass viele solche Klettereien ein Risiko beinhalten.
 
Jedenfalls machte ich mich die vielen Treppen und Treppenstufen den Weg hinauf. Meinen Rucksack hatte ich unten gelassen, nur meine Kamera hielt ich in der Hand, weshalb ich noch unsicherer war. Eigentlich war es gar nicht so schlimm, aber kurz vor dem Aussichtspunkt ganz oben gibt es eine Stelle, an der man sich quasi 180°C drehen muss und von der Leiter vor einem, auf die Leiter hinter einem wechseln muss, allerdings ist die Stelle so eng, dass ich selbst ohne Rucksack auf dem Rücken, Probleme hatte hindurch zu passen, da genau an meinem Rücken der Fels langkratzte und ich schon dachte, ich hätte mir die Jacke aufgerissen. Man muss sich in die Leiter hineinlehnen, um hindurchzukommen. Und ich hatte mit meiner Größe von 1,71 m und meinen längeren Beinen schon ernste Probleme. Mit Rucksack auf dem Rücken, noch längeren Beinen, breiten Schultern oder wenn man allgemein etwas größer und kräftiger gebaut ist, passt man dort absolut nicht durch.
 
Ich war froh, als ich oben war, genoss kurz die Aussicht und wollte dann nur noch so schnell wie möglich wieder hinunter und festen Boden unter den Füßen haben.
 

 
Oben musste ich länger warten, als gedacht, denn es waren zwei weitere Wanderer auf dem Weg nach oben und es passt immer nur eine Person auf die Treppe.
Irgendwann konnte ich wieder hinunter, rückwärts steigend, denn vorwärts ist es einfach zu steil und so wie auf den Bildern hier sah es dann aus. Nur war ich da schon so gut wie wieder unten und wenn ihr mich fragt, kann man den Bildern nicht entnehmen, wie steil es in Wirklichkeit war, es ging fast senkrecht hinunter.
 

Zum Glück kam ich wohl behalten wieder unten an und war dann doch irgendwie froh, dass ich mich überwunden hatte und auch dankbar für den kleinen Adrenalin-Kick.


Die Wanderstrecke hielt ein weiteres Highlight bereit, für mich einer der schönsten Orte in der Sächsischen Schweiz und wenn ich ehrlich sein soll sogar einer der schönsten überhaupt.
 
 
Von diesem Ort berichte ich euch in meinem nächsten Post (klick).

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