CYPRUS | {IN ONE DAY ONLY}

by - Saturday, September 12, 2015


Während meinem Leben auf der Mittelmeerinsel Zypern buchte ich an einem Tag Anfang September eine Tages-Exkursion mit dem Minibus unter dem Motto ROUND TRIP (Paphos -  Omodos/Amiandos Miene - Unesco Kirche Assinou - Nicosia - St. Lazarus Larnaca - Paphos) für nur 30 €. Am Ende des Tages sollten wir eine Distanz von 470 km hinter uns gebracht haben, was für die kleine Mittelmeerinsel schon eine halbe Weltreise ist.

 
Pick-up war 07.40 Uhr morgens am Tennisplatz meines Holiday Village in Paphos an der Westküste Zyperns. Ich war die Erste im Bus und so konnte ich mich auf der Fahrt ins Zentrum ein wenig mit dem Busfahrer unterhalten. Nachdem acht weitere Reiseteilnehmer und die Reiseleiterin (sie sprach tatsächlich acht Sprachen und ließ es sich nicht nehmen während der Exkursion alles für Jeden von uns in seine Landessprache zu übersetzen) in Paphos Industrial Area eingeladen wurden, gingen es auf ins Troodos Gebirge, der grünen Lunge Zyperns. Die grünen Wälder waren richtig erholsam und die super frische Luft bei den Temperaturen, die immer noch im Landesinneren über 40°C lagen, auch. Auf einer Bergspitze nahe des Olymps, dem höchsten Berg Zyperns, wurde kurz Fotopause gemacht und süße Weintrauben verkostet – wie die Reiseleiterin uns erzählte, hatte die Weinlese gerade begonnen.
 
 
 
Durch zahlreiche Bergdörfer ging es vorbei an Campingplätzen nach Omodos, einem typisch zypriotischen Dorf im Gebirge, das vor allem aufgrund seiner Stickereien bekannt ist. Dort hatten wir 50 Minuten Freizeit. Ich machte mich auf zum Kloster, nur leider hatte ich mein Tuch, um meine Schultern zu bedecken, im Bus vergessen und so ging ich schnell wieder zum Dorfplatz zurück. Dort traf ich in einem Kafenion die zwei britischen Reiseteilnehmer meiner Gruppe, ich kaufte mir ein Kit Kat-Eis und einen Frappé und setzte mich zu ihnen. Später kaufte ich mir für 5 € noch Erdnüsse in Honigglassur, eine typisch zypriotische Spezialität. Ich war die Erste unserer Gruppe, die wieder am Bus ankam, nicht zuletzt da ich bereits zwei Mal zuvor in Omodos war. Dort reichte mir der Busfahrer noch eine halbe Feige zum Verkosten.
 
Weiter ging es durchs Troodosgebirge und Kakopetrias zu einer versteckten Kirche neben der Straße mit bunten Innenmalereien, sie zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig, dass ich sie nicht fotografiert habe, aber ich wollte mich ganz auf die Fresken und die Geschichte, die sie erzählten konzentrieren und als Archäologie- und Architekturliebhaberin war dieser Moment, in einem UNESCO Weltkulturerbe zu stehen, etwas ganz Besonderes.
 
Unser nächstes Ziel war Nicosia, die Hauptstadt Zyperns, die direkt an der Green Line liegt und die letzte geteilte Hauptstadt Europas ist. Dort hatten wir in Laiki Geitonia, der Einkaufsstrasse, zwei Stunden Freizeit. Ich bestieg zu allererst die 11. Etage des Kaufhauses, in dem man für 85 Cent die Aussicht zur türkischen Seite Nicosia's "genießen" kann.
 
 
 
Weiter ging es zum Grenzübergang, der nun, im Gegensatz zu meinem Besuch 2003, geöffnet und der Durchgang zur türkischen Seite Nicosias und Zyperns möglich war. Auf dem Rückweg kamen mir UNO-Soldaten mit ihren blauen Mützen entgegen – ein seltsames Gefühl: Die Greenline wird 24 Stunden lang von der UNO bewacht.
 
 
 
Im gleichen Geschäft wie sechs Jahre zuvor kaufte ich ein „I love Cyprus“ T-Shirt und eine Zypernflagge, in einem anderen ein schwarzes T-Shirt mit goldener „Cyprus“-Aufschrift. Zur Abkühlung gab’s dann schnell noch eine Kugel Pistazien-Eis und eine Kugel Mocca-Eis. Wieder kam ich ziemlich zeitig am Bus an, ich schätze ich hatte insgeheim Angst, "vergessen" zu werden, war ich doch die Einzige unserer Gruppe, die allein unterwegs war.
 
Weiter ging es aus dem Landesinneren heraus zurück an die Küste, nach Larnaca, wo wir nach ca. 30 Minuten Fahrzeit ankamen. Hier war ich im Jahr 2003 zum ersten Mal auf Zypern und weil es mir so gut gefiel im Jahr 2004 erneut. Ich konnte es kaum glauben nach sechs Jahren zurück zu sein. Mein eigentlicher Plan war es, während unserer Freizeit in eine Rock-Bar an der Strandpromenade zu gehen und dort eine Nachricht für einen Zyprioten zu hinterlassen, den ich während meines ersten Besuchs auf Zypern kennengelernt hatte und der dort gern seine Abende in geselligem Zusammensein verbringt. Zu meinem Erschrecken hielten wir jedoch genau am anderen Ende der Foinikoudes Promenade und hatten nur 30 Minuten Freizeit. Es war Wahnsinn wie sich Larnaca in den letzten sechs Jahren verändert hat, es hat ein unglaublicher Bauboom eingesetzt, die Promenade sah nun sehr nobel aus.
 
 
Ich beschloss die 30 Minuten entlang der Promenade in der Marina zu wandern. Ich genoss die frische Luft und den fast sturmartigen Wind, es war schön endlich mal erfrischende Abkühlung zu bekommen.
 
 
Weiter ging es zur St. Lazarus Kirche – wo ich am liebsten auf und davon in die besagte Rock-Bar gerannt wäre, welche gleich nebenan und nur wenige Meter entfernt war – so nah und doch unerreichbar. In der St. Lazarus Kirche besichtigten wir die Gebeine des Heiligen Lazarus.

 
Zurück Richtung Paphos ging es vorbei am Salzsee und der Chala Sultan Tekke Moschee, der dritt wichtigsten Pilgerstätte des Islams.
Auf dem Highway zwischen Larnaca und Limassol sah ich zufällig zwei befreundete Reiseleiter mit ihrem Auto, die auch in meinem Holiday Village arbeiteten.


Überraschender Weise machten wir in Petra tou Romiou, der Sage nach dem Geburtsort der Göttin Aphrodite, Halt und hatten 20 Minuten Freizeit. Für mich gehört dieser Küstenabschnitt zu den schönsten Orten Zyperns. Viele nutzten den Stopp für eine Abkühlung im Mittelmeer, ich machte hauptsächlich Fotos und genoss den Augenblick. Der Sage nach erhält man ewige Jugend, wenn man den Fels im Wasser drei Mal umschwimmt.








 
Irgendwann war dann auch dieser Moment zu Ende, obwohl ich gern hier geblieben wäre, um den Sonnenuntergang zu genießen. Und ich wusste, da dieser Ort nur mit dem Auto erreichbar war, dass ich nie wieder hier her zurück kehren würde.



 
Gegen 18 Uhr kamen wir zurück in Paphos an, als alle anderen Teilnehmer und die Reiseleiterin abgeladen worden, verblieb nur noch ich und wurde schließlich nach einem langen und aufregenden Tag an meinem Holiday Village, das etwas außerhalb von Paphos lag, abgesetzt.
Es ging ein wundervoller Tag zu Ende, an den ich mich mein Leben lang zurück erinnern werde.

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2 Love notes

  1. Wow :) Wunderschöne Fotos von Zypern.. ich habe auch dieses Jahr zwischen Urlaub in Paphos oder Kos überlegt.. sind dann doch nach Kos geflogen.. aber bald ist Paphos an der Reihe
    Toller Blog :-)

    Liebste Grüße
    Kristin von www.rock-n-enjoy.blogspot.co.at

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    Replies
    1. Liebe Kristin,

      herzlichen Dank für deine lieben Worte und dass du wieder vorbei schaust. ;-)
      Ich habe mir gerade deinen Beachguide Kos angeschaut, Kos ist wirklich auch eine Reise wert. Schön, dass du trotz der anfänglichen Bedenken einen tollen Urlaub hattest.

      Bei Zypern habe ich immer das Gefühl, dass es noch so etwas wie ein Geheimtipp ist, ich kenne nur Wenige, die schon dort waren oder dort Urlaub machen wollen.

      Paphos ist sicherlich am beeindruckendsten. Mein nächster regionaler Flughafen (Dresden) nimmt Paphos mit in den Winterflugplan auf, mal sehen, ob ich es nochmal dorthin schaffe, ist leider nicht ganz preiswert. ;-)
      Falls du dich für Paphos entscheiden solltest und noch Fragen hast, kannst du dich jederzeit melden.

      Liebste Grüße!

      Delete

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