OPEN AIR CINEMA DRESDEN| {Filmnächte am Elbufer}

by - Sunday, July 05, 2015



Am vergangenen Freitag konnte ich mir endlich einen lang ersehnten Traum erfüllen und einen weiteren Punkt auf meiner Bucket-List von Dingen, die ich noch in meiner Heimat machen will, bevor es vielleicht wieder ins Ausland geht, abhaken.
Es ging zu den Filmnächten am Elbufer, bei denen zwischen Mitte Juni und Ende August täglich Filmaufführungen oder Konzerte stattfinden, vor einer riesigen Leinwand an der Elbe, dahinter die Kulisse der weltbekannten Dresdner Sehenswürdigkeiten, wie Frauenkirche, Hofkirche und Zwinger.






Das Eintritts-Ticket kaufte ich spontan online und druckte es eine halbe Stunde bevor es mit dem Auto Richtung Dresden ging, aus.
Vom Parkplatz in Dresden ging es dann ab dem Hauptbahnhof weiter mit der Straßenbahn Richtung anderes Elbufer. Für mich war es komisch, wieder in Dresden zu sein. Alles fühlte sich so fremd an, ein wenig, als ob ich auf Urlaub wäre und auch das Straßenbahnfahren war neu für mich, auch wie sich die Deutschen Großstädter so stylen. Der Style ist absolut nicht mit dem schicken Hipster-/Skateboarder Style aus Barcelona zu vergleichen ... darauf möchte ich aber vielleicht mal in einem anderen Post eingehen.






Von der Straßenbahnhaltestelle ging es dann zu Fuß nur noch ein paar hundert Meter an der Elbe entlang bis zum Gelände der Filmnächte. Einlass war 20:00 Uhr, wir kamen ungefähr 20:45 Uhr an. Zum Glück durften wir etwas zu Trinken mit rein nehmen, denn selbst um diese Uhrzeit waren noch für Deutschland untypische 34°C ... es war an diesem Tag wärmer als in Barcelona ...
Entgegen meiner Befürchtungen, war noch gar nicht so viel los, sodass wir uns unsere Sitzplätze genau dort aussuchten, wo ich mir vorgestellt habe, am liebsten zu sitzen und wo ich mit der besten Sicht rechnete, fast in der letzten Reihe vor der Leinwand, rechter Hand.






Von hier aus konnten wir nämlich super das Gelände überblicken, die Elbe, Elbraddampfer und die traumhafte Kulisse Dresdens auf der anderen Elbseite. Die Sonne war gerade untergegangen und ließ mit ihren letzten Strahlen alles noch Gold und Rot erleuchten.




Irgendwie konnte ich es gar nicht glauben, dass ich nun endlich hier war, so lange hatte ich es mir schon gewünscht. Zum ersten Mal seit langer Zeit hatte ich das Gefühl, dass ich genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und so langsam begann ich auch zu begreifen, weshalb sich alles so entwickeln musste, weshalb ich eben in diesem Moment bei den Filmnächten in Dresden saß und nicht bei denen in Barcelona, dem Sala Montjuic (klick), die auch gerade an dem Castell auf dem Hausberg Barcelonas stattfinden.
An eben dieses Freilicht-Kino musste ich dann aber doch denken (klick). Denn vor einem Jahr hatte ich dort eines meiner schönsten Erlebnisse in Barcelona, zusammen mit einer lieben Arbeitskollegin und Freundin. Ich dachte an diesen Abend, daran, wie es ihr wohl jetzt in Amsterdam ergehen wird und ich dachte daran, wie es wohl wäre, in diesem Moment mit einer ganz bestimmten Person dort zu sitzen.


Gegen 21:45 Uhr begann der Kinoabend zunächst wie gewohnt mit Werbung. Das Besondere dabei war, dass uns tatsächlich einige berühmte Hollywood-Schauspieler einen schönen Kino-Abend in Dresden wünschten.




Zur grossen Überraschung gab es ein riesiges Feuerwerk über der Elbe.

Das Ganze, zusammen mit der Kulisse, verpasste dem Abend eine ziemlich romantische Stimmung.






Die romantische Stimmung wollte ich aber mit Abenteuerlust austauschen, denn wir schauten den Film "Der große Trip - Wild", in dem sich Reese Witherspoon auf einen Kilometer langen Trip durch den Westen der USA begibt.
Ich versprach mir traumhafte Landschaften und vielleicht eine Erkenntnis, ob so etwas auch etwas für mich wäre, ob es mich vielleicht zu der Erkenntnis bringen würde, die ich mir erhoffe ...
Insgesamt blieb der Film dann aber ein ganzes Stück hinter meinen Erwartungen zurück.
Trotzdem war es ein wunderschöner Abend. Wir machten uns gegen 00:30 Uhr auf den Heimweg und kamen dort gegen 2:00 Uhr nachts an.



Die Filmnächte sind noch bis Ende August, deshalb bin ich am Überlegen, ob ich mir noch einen weiteren Film anschauen werde. Aber irgendwie denke ich, dass, wenn man ein solches Erlebnis ein zweites Mal durchlebt, es etwas von seinem Zauber verliert.

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