[OUTDOOR ADVENTURE: HIKING] GERMANY PART III | SAXONY'S SWITZERLAND {LETZTER ABSCHNITT DER WANDERUNG - VOM GAMRIG AUF DIE BASTEIBRÜCKE}





Nach der ungeplanten Besteigung des zweiten Berges des Tages, dem Gamrig in Rathen (klick), und bereits circa sechs Wanderstunden, die in meinen Beinen steckten, war es zunächst fraglich, ob ich es noch zum eigentlichen Tagesziel, der Basteibrücke, so etwas wie einem Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz schaffen würde.
Da es sich dabei aber um einen Punkt der Dinge auf meiner Liste handelt, die ich noch machen möchte, bevor ich Deutschland eventuell verlassen werde, hieß es "Augen zu und durch" oder besser gesagt galt es, die letzten Kräfte für den Aufstieg zu mobilisieren.






Zunächst ging es ins Tal zurück, wo uns auch schon die meisten Wanderer und - gruppen entgegen kamen, die bereits oben auf der Bastei waren. Mittlerweile war es bereits Nachmittag, sie hatten sicherlich oben zu Mittag gegessen und wollten nun zurück im Tal Kaffee trinken. Wir hatten den beschwerlichen Aufstieg leider noch vor uns. Meine Wanderbegleitung versuchte mich zu ermuntern, indem sie mir zwei Kugeln Eis kaufte (übrigens sehr lecker). Die musste ich dann noch kurz aus der Hand geben, um den Beginn unseres Weges nach oben zu fotografieren.
Wir entschlossen uns für den etwas längeren, aber wohl idyllischeren Weg des Aufstiegs, entlang des Amselsees.






Nach einem kurzen, gemütlichen Spaziergang entlang des Amselsees, auf dem man auch in der Sonne gondeln konnte, dauerte es nicht lang, bis der wirkliche Aufstieg los ging. Und der sah in etwa so aus wie nun die nachfolgenden Bilder. Leider habe ich vom steilen Aufstieg nicht so viele Fotos gemacht. Dies hatte verschiedene Gründe. Zum Einen war einfach zu viel los, uns kamen immer wieder Gruppen von bis zu 50 Personen entgegen, die wir vorbei lassen mussten, da der Weg an den meisten Stellen zu schmal war, und dann waren ja auch noch die Wanderer hinter und vor uns, die uns überholen wollten oder die es zu überholen galt, wobei ersteres wohl eher bei mir überwog.
Bald schon konnte ich nicht mehr mit meiner Wanderbegleitung Schritt halten und musste den Abstand abreißen lassen. Noch dazu wurde ich oft von jüngeren und älteren Wanderern überholt und musste gefühlt aller fünf Minuten eine Pause machen, da Beine und Kondition versagten. Wenn die Anderen nur gewusst hätten, dass dies schon mein dritter Berg an diesem Tag war, nach circa acht Stunden Wandern ...






Man mag es kaum glauben, aber dank kräftemobilisierender Pausen und meinem Willen, oben anzukommen, habe ich es dann tatsächlich auch nach circa anderthalb Stunden steilen Aufstiegs und nicht enden wollender Treppen geschafft und wurde mit einer wundervollen Aussicht belohnt.






Es ging endlich auf die Basteibrücke, auf der wir uns aufgrund Touristenmassen den Weg bahnen mussten. Sie zählt zu den am meisten besuchten Touristenattraktionen in der Sächsischen Schweiz und ist so etwas wie ihr Wahrzeichen, sowie einer ihrer markantesten Aussichtspunkte.





Irgendwie musste ich bei dieser Aussicht an den amerikanischen Grand Canyon denken, auch wenn der Vergleich schon ganz schön weit hergeholt ist ...





Von der Bastei fällt der Felsen hier 194 Meter steil zur Elbe hinunter ab und bietet eine atemberaubende Aussicht über das Elbtal und weitere Formationen der Sächsischen Schweiz.





Die Sächsische Schweiz lockt auch als Paradies für Kletterer, vor allem an diesem sonnigen Tag.






Sicherlich hätten wir die Aussicht hier oben noch viel länger genießen können, aber die vielen Menschenmassen und der fortgeschrittene Nachmittag hielten uns davon ab. Und so war es vielleicht dann doch etwas viel Aufwand für "nur" gefühlte 15 Minuten Aussicht.
Das nächste Mal, falls es das geben sollte, werde ich dann auch alle anderen Aussichtspunkte ablaufen, um möglichst ein seitliches Bild von der Basteibrücke zu bekommen. Nur dieses Mal haben die Kräfte dafür leider nicht mehr ausgereicht.





Und so verabschiedeten wir uns mit diesem traumhaften Ausblick von der Bastei und machten uns auf den Rückweg ins Tal. Der dauerte wohl auch noch einmal um die 2 Stunden. Weiter nach Hause ging es mit dem Zug, wo wir nach 12 anstrengenden, aber glücklichen Wanderstunden ankamen.
Was folgte war eine totale Erschöpfung, so schlimm, dass ich mich sofort in mein Bett verkroch und schlief und an den kommenden Tagen von Muskelkater, vor allem in den Waden, geplagt war. So etwas kenne ich nur zuletzt von der Besteigung des Montserrat bei Barcelona im Jahr 2013.

Die Anstrengungen haben sich aber gelohnt. Ich werde noch lang an diesen Tag zurückdenken. Und vielleicht folgt ja noch ein weiterer Wandertag in der Sächsischen Schweiz.

Zumindest konnte ich so meine Heimat wieder mit den Augen einer Touristin entdecken und feststellen, dass man manchmal gar nicht so weit reisen muss, um Abenteuer zu erleben ...




Das war mein dritter und vorerst letzter Teil meines Wanderberichts aus der Sächsischen Schweiz. Ich würde mich über ein kleines Feedback von euch sehr freuen, ob ihr vielleicht mehr solcher Posts über meine Heimat lesen möchtet oder doch meine Abenteuer im Ausland, sprich in Spanien und auch auf Zypern.

Momentan bin ich wie gesagt in der Heimat und versuche sie so gut wie möglich neu zu entdecken und vielleicht auch für meine Erinnerung zu konservieren, denn wer weiss, wie lang sie mir noch bleibt.

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