[OUTDOOR ADVENTURE: TO SKI] SKI-LANGLAUF IM ERZGEBIRGE | {Georgenfelder Hochmoor}




Wie versprochen gibt es nun Ende der Woche ein paar verschneite Bilder aus dem Erzgebirge.
Wir waren letztes Wochenende zum Ski-Langlauf unterwegs. Los ging es gegen 11 Uhr mit dem Auto, von uns fährt man nur circa eine Stunde bis kurz hinter Zinnwald und der tschechischen Grenze. Das Gelände der ehemaligen Grenzgebäude ist nun ziemlich praktisch einem großen Parkplatz gewichen. Von dort aus kann man direkt in der Loipe starten, wenn man will also quasi mit den Ski direkt ab dem Auto.
Ich stand zum ersten Mal seit bestimmt 15 Jahren wieder auf meinen Langlauf-Ski und stellte mich zu Beginn entsprechend ziemlich unbeholfen an.
Das Wetter war zwar nicht sonnig mit blauem Himmel, sondern ziemlich kalt bei -3°C und grauem Himmel, sowie dicken Schneewolken, aus denen es die ganze Zeit über schneite, für mich war das Wetter jedoch perfekt. Und wohl auch für ziemlich viele weitere Wintersportler, denn an diesem Tag waren wirklich tausende unterwegs, wahrscheinlich, weil es der erste Tag mit richtig guten Schneekonditionen war.





Peinlich war es nur manchmal, wenn ich in meiner Loipe mehr stapfte als fuhr (das lag zu großen Teilen an meinen viel zu kurzen Kinder-/Jugendski und Stöcken, die überhaupt nicht mehr rutschen, weil sie total zerkratzt sind, sowie wohl auch an meiner fehlenden Kraft zum Anschieben in den Armen), wenn ich überholt wurde, von teilweise sogar recht älteren Menschen und die stellten sich wahnsinnig gut an, waren fast wie Profisportler beim Biathlon unterwegs, Freestyle, mit richtigen Trainingsanzügen, Gürteltasche und Trinkflasche, sowie bunter Brille gegen den Schnee.

Als wir dann an der Hauptloipe im Georgenfelder Hochmoor ankamen, konnte ich gar nicht glauben, wie schön es hier war, gefühlt konnte ich über den ganzen Erzgebirgskamm schauen und dann noch diese Bäumchen links und recht, fast als wäre ich in Lappland unterwegs und ich musste auch sofort wieder an Island denken.
Ich hatte vergessen, wie schön Wintersport ist, auch wenn mir immer wieder der kalte Wind ins Gesicht peitschte und ich dennoch in meiner viel zu dicken Jacke mit Schwitzen anfing.






Als wir dann an dieser windigen Ecke ankamen, dachte ich die Welt geht unter, so wie es stürmte und schneite, vor allem ging es bedrohlich und ohne Absperrung den Abhang hinunter.





Wenn man gar nicht mehr kann oder sich verletzt, wird man dann mit dem Motorschlitten abgeholt.
Für mich sah alles schon irgendwie befremdlich aus, fast als ob wir gar nicht mehr in Deutschland beziehungsweise Tschechien wären, sondern irgendwo am Nordpol.






Nach circa zwei bis drei Stunden kehrten wir in einer Holzhütte ein, um uns bei einem Kaffee und Glühwein wieder aufzuwärmen. Genug gegessen hatten wir zuvor Zuhause, sodass es nur bei Getränken blieb. Die Hütte gehört einem ehemaligen bekannten Biathlon-Star. Schande über mich, dass ich den Namen nicht mehr weiß.





An den Ski kann man erkennen, dass da durchaus ein paar Profis mit einer richtig guten Sportausrüstung unterwegs waren. Ein bisschen neidig war ich schon, aber da ich momentan nur ein bis zwei Mal im Jahr Langlauf mache, lohnt es sich für mich nicht, mir ein neues Paar anzuschaffen. Sollte ich nach Island ziehen, dann kann sich das natürlich ändern.






Schnell ging es weiter zur nächsten Einkehr, ich glaube der höchst gelegenen Gaststätte. Dort gab es für mich einen erfrischenden Orangensaft und keinen Tee oder etwas anderes Warmes, denn ich war nun richtig fertig.





Auch wenn es täuscht, aber das Vogelhaus auf dem unteren Bild war mindestens einen Meter hoch und somit waren ständig Vögel im Anflug, die sich über die Unterstützung durch den Winter merklich freuten.





Auf dem Rückweg gab es dann tatsächlich so etwas wie eine Abfahrt, obwohl ich ganz schön Rücksicht auf die anderen Wintersportler nehmen musste und ich auch lieber noch etwas langsam fuhr, da ich immer noch wacklig auf den Ski stand.






Als es langsam dunkelte und wir am Nachmittag zum Parkplatz zurück kamen war dieser bereits halb leer. Es war wirklich ein sehr schöner Tag, den wir durch einen Umweg über Rehefeld ausklingen liesen.

Heute sollte es eigentlich wieder dorthin gehen, leider bin ich erkältet und habe es heute früh ewig nicht aus dem Bett geschafft. Es ist traumhaftes sonniges Wetter und blauer Himmel, vielleicht schnapp ich mir also doch noch meine Ski und mache über die heimischen Wiesen und Felder Langlauf.
Ich habe nun bis Ende der ersten Aprilwoche frei. Allerdings nicht wirklich, denn die Prüfungen stehen in einem Monat an. Bisher kann ich mich nur wenig motivieren zu lernen, mache viel lieber Pläne für ein mögliches Abenteuer in Island oder Irland.

Habt ein schönes Wochenende und genießt das traumhafte Wetter!

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