SITGES | Ein letzter Ausflug an Strand & Meer




Ich hatte mir so viel vorgenommen, bevor ich Spanien verlassen würde. Meine Bucket-List in meinem Kopf schien unendlich, so viele Orte wollte ich noch besichtigen...
Doch diese Wünsche sollten unerfüllt bleiben. Vielleicht habe ich sie mir auch aufgehoben, damit es einen Grund gibt, irgendwann einmal nach Katalonien zurückzukehren.
Und so verbrachte ich meine letzten Tage in Barcelona neben zahlreichen Behördengängen, Abschiedstreffen, Koffer packen und Wohnung ausräumen, sowie einigen wenigen Disconächten und Restaurantbesuchen (ich war zum ersten Mal beim Brasilianer und kam in den Genuss von 15 verschiedenen Fleischsorten - danach wusste ich nicht einmal mehr, wie ich atmen soll) mit einem letzten Ausflug nach Sitges und an den Strand und ins Meer.

Dorthin ging es mit dem Zug im Nahverkehr (Ferrocariles) und mit dem normalen Zug (Renfe) und wir erreichten unser Ziel im Süden Barcelonas nach circa 30 Minuten.
Urlaubsluft stieg mir in die Nase und mich beschäftigte der Gedanke, dass dies mein letzter Tag am Strand und im Meer sein würde. War es nicht doch irgendwie ein Fehler zu gehen?
Alles schien so perfekt, ich realisierte, dass ich die letzten 3 Jahre in einer hoch modernen Wohnung gelebt habe, die Annehmlichkeiten eines Hotels bot und ein Leben führte, in dem ich mir zum ersten Mal alles leisten konnte, was ich mir wünschte und von dem Andere nur träumen.
Wollte ich das alles tatsächlich zurück lassen?
Aber nun gab es bereits kein Zurück mehr. Und ich wusste, dass es so ist, wie immer in meinem Leben. Für alles gibt es einen Grund. Und den würde es auch diesmal geben, also heißt es nur vertrauen und an mich selbst zu glauben, wird schon alles irgendwie gut gehen.






Wir verbrachten 4 Stunden faulenzend am Strand, ich ging 3 Mal schwimmen, verabschiedete mich in meinen Gedanken vom Meer und Spanien und erfreute mich an einem letzten Bikini-Abdruck von der Sonne - mein einziges Souvenir aus Spanien neben Sand vom Strand.
Es war ein schöner Tag, mit einem lauen Lüftchen und endlich konnte ich wieder richtig durchatmen, eine Erleichterung nach dem Smog in Barcelona.

Als die Sonne langsam unterging und das Meer in einen silbernen glitzernden Teppich verwandelte, spazierten wir noch ein wenig die Strandpromenade Richtung Kathedrale entlang.






Bevor wir uns auf den Rückweg nach Barcelona machten, genossen wir noch einen Frozen Joghurt. Meiner war mit Cookies, Mango und Waldfrucht-Soße.
Ich versuchte mir die Erinnerung an goldene Sonnenstrahlen, Meeresduft und Salz auf der Haut in mein Gedächtnis einzubrennen, denn schließlich sollte dies ein Abschied für lange Zeit sein - viele Monate oder sogar Jahre.
Abschiede und Veränderungen schmerzen. Aber sie sind auch die Möglichkeit eines Neuanfangs und bieten uns die Chance über uns hinauszuwachsen.
Ich bin sehr dankbar für 6 wundervolle Jahre in Spanien, 3 Sommer in Lloret de Mar an der Costa Brava und 3 Jahre in Barcelona.
Vor allem die vergangenen 6 Monate gehören zur schönsten Zeit meines Lebens.



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