BARCELONA | SALA MONTJUIC - Open Air Film Festival {Freilichtkino} - GREASE



Vergangene Woche habe ich mich mit einer meiner Lieblings-Arbeitskolleginnen am Placa Espanya getroffen. Zuvor ging es noch in das Las Arenas Einkaufszentrum. Dort gönnten wir uns - für mich die ersten meines Lebens - Macarons in allen möglichen Geschmacksrichtungen, unter anderem Marmelade, Pistazie, Minze und Baileys. Die verdrückten wir genüsslich auf unserem Weg mit dem Bus auf den Montjuic. Bei gefühlt 40 Grad war es uns einfach zu heiß, um diesen Berg zu Fuß zu erklimmen.



Oben angekommen sind wir erstmal über die Schlange am Einlass erschrocken, denn die war schon gut 200 Meter lang. Viele hatten Klappstühle, prall gefüllte Picknickkörbe und Decken mit. Wir hatten nix davon, nur ein paar Dosen Bier und Limonaden und Chips in allen möglichen Geschmacksrichtungen. Doch wir ließen uns trotz wenig organisiertem Picknick die Laune nicht verderben, schließlich war es eine spontane Entscheidung gewesen, nur einen Tag vorher hatten wir die Tickets online bestellt, für nur je 6,60 €.


Die Filmleinwand war im Sala Montjuic aufgebaut, einer Ecke am Kastell auf dem Montjuic und auf der Wiese davor hatten sich schon einige Schaulustige eingefunden und es sich bequem gemacht. Es war so schön, wieder eine Wiese zu sehen und das Gras unter den Füßen zu spüren (ja lacht ruhig, aber in Barcelona ist das eine Seltenheit).


Wir fanden also ein gemütliches Plätzchen, an dem wir es uns mit unseren Snacks und Getränken so heimelig wie möglich einrichteten, begleitet von einer Vorband mit zauberhafter Musik, staunten wir, wie die Sonne unterging und die Mauer des Kastells in orangenes Licht tauchte, ja sie schien schon fast zu brennen - ein herrliches Farbenspiel.
Gleichzeitig stieg bei mir die Vorfreude auf den Film Grease, den ich, ob ihr es glaub oder nicht, zum ersten Mal sehen sollte. Für mich schien es keinen perfekteren Ort zu geben, für die erste Aufführung als hier und ich war dankbar, so lang dafür gewartet zu haben. Noch dazu war es mein erstes Freilichtkino. (Wird Zeit, dass ich endlich mal zu den Filmnächten am Elbufer in Dresden gehe).





Die Zeit des Wartens verging wie im Flug und dann ging es auch schon los:




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Und so schnell ,wie der Film begonnen hatte, war er auch schon wieder vorbei. Ich war sichtlich begeistert, oh diese tollen Kleider und Frisuren, und dann war der Film gar nicht so schnulzig wie ich dachte und die Musik hat auch nicht genervt, wie ich zu Beginn befürchtete.





Da es inzwischen schon weit nach Mitternacht war, mussten wir den Montjuic zu Fuß wieder herab steigen. Von hier aus bildete sich ein einmaliger Blick auf das Lichtermeer von Barcelona und auf den orange-roten Mond, der über dem Meer hing.
Ich musste eine halbe Weltumrundung hinlegen, zu Fuß bis zum Placa Espanya, das hat gut eine Stunde gedauert, ab dort mit dem Nachtbus. Zuhause war ich gegen 2 Uhr.
Und ich dachte mir, weshalb ich eigentlich nicht öfter so etwas tolles unternehme?
Mhm, komisch eigentlich. Aber es fehlt mir, dieses Gefühl von Besonderem. dieses "Urlaubsgefühl", und "He, das ist ein Moment, an den du dich erinnern wirst" - Gefühl.


Aber ist es nicht immer so, im Leben, dass man erst anfängt, etwas zu genießen, wenn man weiß, dass es bald vorbei ist?




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