3rd & last part of THE DELTA MACHINE WORLD TOUR 2013/2014 | DEPECHE MODE live at DRESDEN (Messehalle) 12.02.2014






Fast auf den Tag genau nach 8 Jahren und 1 Monat kehrten DEPECHE MODE am 12.02.2014 in die Messehalle Dresden für ihr letztes Konzert ihrer aktuellen Welttournee in Deutschland zurück und ich auch. Ich bin sogar extra aus Barcelona über München eingeflogen gekommen. Nie im Leben hätte ich mir erträumt, dass ich die Jungs nochmal live in Dresden erleben kann und das sogar weniger als einen Monat nach meinem letzten Konzert von ihnen.


























Im Nachhinein habe ich mich dann doch ein wenig geärgert, dass ich mich nicht wie geplant im Hotel Taschenberg Palais Kempinski eingebucht habe. Denn wie ich es bereits schon vorher wusste, gastierten die Herren genau in diesem Hotel. Fletch und Christian gaben kurz Autogramme am Eingang. Fletch meinte, es wäre schön wieder in Dresden zu sein. Schön, dass er sich erinnert, dass er schon einmal da war. Angeblich ließen es sich alle im Hotelpool gut gehen. Na gut. Selbst wenn ich Hotelgast gewesen wäre, glaub ich nicht, dass ich den Herren über den Weg gelaufen wäre oder sogar ebenfalls im Pool planschen hätte können. Sicherlich haben sie eine eigene Etage im Hotel und den Pool gleich mal für sich gebucht. Matthias Schweighöfer war übrigens auch Hotelgast. Und Mart hat in Dresden eine Bestellung für Teile eines Synthesizers aufgegeben ...


Kommen wir nun endlich zum besagten Konzert. Die ersten Fans kampierten schon seit kurz nach Mitternacht, daher 18 Stunden vor der Show vor der Messehalle.
Wir sind gegen 16.15 Uhr Zuhause los gefahren und waren 17 Uhr auf dem Parkplatz 7 an der Messe, auf dem erst circa 4 Reihen voller Autos standen. Die Parkgebühren betrugen 4,00 €. Im Auto haben wir uns noch ein wenig für den bevorstehenden Abend gestärkt und warm gehalten, immerhin waren Temperaturen um den Gefrierpunkt. Kurz nach 17.30 Uhr sind wir dann Richtung Halle 1, denn 18.00 Uhr sollte Einlass sein. Dieser ging dann auch ganz ruhig und geordnet vor sich, alle waren sehr relaxt, wohl auch, weil sie vorher und am nächsten Tag arbeiten mussten.

Wir gaben gegen 3,00 € Gebühr unsere drei Jacken an der Garderobe ab und machten uns entspannt auf den Weg in die Halle 2, an Getränkestände und um die Fangemeinde in Augenschein zu nehmen.





Erst gegen 19.00 Uhr zeigten wir unsere Tickets am Einlass zum Front of Stage-Bereich vor und erhielten unsere ersehnten Bändchen für die Handgelenke, die uns nun endgültig als FOS-er auszeichneten - nach dem gescheiterten Konzert in FOS damals in Leipzig im Juni 2009 (abgesagt aufgrund Daves Krebserkrankung, verschoben auf den nächsten Tag, allerdings nur Innenraum) zum ersten Mal überhaupt, ein großartiges Gefühl.






Vor der Bühne hatten sich schon gut 500 bis 1.000 Mann in Position gebracht, sodass wir uns auf die Suche nach dem Platz mit der besten Sicht begaben. Etwas ärgerte ich mich schon, dass ich nicht sofort den FOS-Bereich erstürmt hatte, so wäre ich vielleicht viel näher an Dave und Co. gewesen. Aber wer weiß ob ich dann den Abend durchgehalten hätte... (dazu später mehr). Leider nahm der FOS-Bereich auch gut die Hälfte der Halle ein, weshalb dies nicht mehr wirklich etwas mit FOS zu tun hatte.

Nach zwei Getränken hatten wir uns also in Position gebracht, wie immer etwas linker Hand von der Mitte, um nah an Dave und Mart zu sein. Dann begann das Warten bis zum Auftritt von DEPECHE MODE um 21.00 Uhr. Die Zeit verkürzt wurde uns von der Vorband "The Soft Moon".
Ich muss ehrlich zu geben, dass mir die "Feathers" in Barcelona viel besser gefielen. Diese bekamen auch den verdienten Applaus.








Bei der Vorband ahnte ich schon das Schlimmste, denn vor mir standen mindestens drei Herren, die mir die Sicht auf die Bühne versperrten, trotz meiner 1,71 m Größe und den extra gewählten Schuhen mit hohen Absätzen. Die Bühne war übrigens eine Miniaturausgabe des üblichen Sets und wohl einen Meter zu niedrig, was bedeutet, dass die Sicht echt mies war.
Gott sei dank lösten sich all diese Probleme in Luft auf. Sah ich von der Vorband, außer über die Videoleinwände, fast nichts, so war meine Sicht danach frei auf DEPECHE MODE. Die besagten Herren, die mir zuvor die Sicht versperrten, waren ein wenig mehr nach rechts und somit aus meinem Blickfeld gewandert.

Das DJ Set vor dem Konzert war leider viel zu leise, sodass nur schwer Stimmung auf kam. Aus Barcelona hatte ich dies anders in  Erinnerung. Erst circa 10 Minuten vor Konzertbeginn stieg die Stimmung, der Fanclub Chemnitz versuchte sich aus den ersten Reihen mit Laola-Wellen, die auch teilweise funktionierten.




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Ich stand circa 15 Meter von der Bühne entfernt und als die Herren mit etwas Verspätung gegen 21.05 Uhr die Bühne betraten, war ich ihnen bei meinem erst 5. Konzert von ihnen und meiner 3. Welttournee so nah wie noch nie zuvor.



Anders als geplant, griff ich also nun doch sehr oft für Fotos und Videos zu meiner Kamera. Immerhin wollte ich diese kostbaren Momente, diese 2 Stunden voller Lebensfreude, 2 Stunden in denen ich mich so lebendig wie nie fühle, für die kommenden Wochen, Monate und Jahre festhalten, um noch lang von ihnen zehren zu können.


Wie schon erahnt, war es schwierig aus der Masse heraus vernünftige Fotos zu schießen, fast überall sind Arme, Hände, Köpfe, Kameras und Handydisplays drauf, da waren meine Bilder vom Rang aus Barcelona schon besser, aber diesmal war ich eben wieder mittendrin und vor allem näher im Geschehen.










Es waren wirklich magische Momente. Endlich kam ich in den lang ersehnten Genuss von "In your room" live, dem ersten Song, den ich jemals von DEPECHE MODE gehört habe. Deswegen war dieser Moment auch so kostbar für mich. Auch "Blue Dress" zum ersten Mal live zu hören war der Wahnsinn. Mart war am Schluss von "Slow" sichtlich ergriffen, kniete Momente lang am Boden und ich fragte mich, ob dies nur eine kunstvolle Pause war oder ob da wirklich ein paar echte Tränchen flossen.









Insgesamt blieb die große erhoffte Überraschung und Änderung der Setlist für das letzte Konzert in Deutschland jedoch leider aus. Ich freute mich natürlich unendlich über "In your room", das ich zuletzt am 08.06.2009 live in Leipzig genießen durfte.


Hier ein paar Video-Mitschnitte. Wie immer konnte ich die besten und längsten Videos leider nicht hochladen, da die Dateien zu groß sind. Leider hat die Qualität durch das Hochladen auch ein wenig gelitten, denn normal sind meine Videos recht scharf und es sind die besten Aufnahmen, die ich bisher bei einem Konzert machen konnte. Ich möchte nur, dass ihr so ungefähr eine Ahnung habt, wie die Stimmung und meine Sicht zur Bühne so war. Wer die Original-Dateien haben möchte kann sich gern bei mir melden. ;-)






Setlist

01. Welcome To My World

02. Angel


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03. Walking In My Shoes



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04. Precious



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05. Black Celebration



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06. In Your Room

07. Policy Of Truth



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08. Slow (Martin)

09. Blue Dress (Martin)



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10. Heaven

11. Behind The Wheel

12. A Pain That I’m Used To



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13. A Question Of Time

14. Enjoy The Silence



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15. Personal Jesus



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— Zugabe —

16. But Not Tonight (Martin)

17. Halo

18. Just Can’t Get Enough



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19. I Feel You



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20. Never Let Me Down Again














Die Stimmung in der Halle war grandios, die Band sehr gelockert. Sie ließ sich sichtlich mehr auf das Publikum ein und kommunizierte offener. Trotzdem war mir alles noch zu einstudiert, die Bewegungen und Worte sind an vielen Stellen der Konzerte immer die gleichen. Schade. Es war wirklich eine ganz besondere Stimmung an diesem Abend und ich hätte mir gewünscht, dass dies durch eine besondere Aktion der Band noch gekrönt wird.
Insgesamt war für mich das Konzert in Dresden das beste der erlebten Konzerte dieser Tour, neben Leipzig und Barcelona. Dresden 2006 konnte es aber nicht toppen. Damals hat Dave uns fast das gesamte Konzert über das Singen überlassen, ihm fehlten mehrmals die Worte und er meinte nur noch "Oh, Dresden, You are lovely!".












Schön war, dass es eine Fanaktion des Chemnitzer Fanclubs gab, die Schilder mit "Mart" und "Fletch" und "Thank you for a great tour" hoch hielten, auch schwarze Luftballons mit der weißen Aufschrift "Thank you. 12.02.2014" flogen durch die Halle.
Dave schnappte sich eine große aufgeblasene Banane aus dem Publikum und schleppte sie lächelnd auf die Bühne Richtung Fletch (in Anlehnung an Fletch´s Genuss von Bananen auf der Bühne und während der Konzerte).














Fast hätte ich die Zugabe nicht mit erlebt, denn es war so heiß und stickig in der Halle, dass die Menschen massenweise den FOS-Bereich verließen, beziehungsweise verlassen mussten. Auch meine Begleitperson war plötzlich verschwunden. Wie sollte man sich unter 12.000 Menschen nur wieder finden? (Das klappte dann am Ausgang dann doch ohne Probleme, ich musste sie auch nicht wie befürchtet bei den Sanitätern abholen.)
Auch mir ging es auf einmal ganz schummrig, der Schweiß floss an meinem Körper herunter, die Beine fingen an zu wackeln und ich hatte große Angst, umzufallen und den Rest des Konzerts am Rand oder auf einer Trage der Sanitäter zu verbringen.
Gott sei dank konnte ich während Mart´s "But not tonight" ein wenig runter fahren und mich wieder fangen. Mein Kreislauf erlaubte mir jedoch kein exzessives Mitklatschen, - wedeln und -hüpfen.
Ich frag mich nur, wie es die gemacht haben, die schon 18 Stunden vor Konzertbeginn vor der Halle in der Kälte standen...












Das Ende des Konzerts kam wie immer viel zu schnell. Für mich war alles viel zu surreal, so nah an meinen Idolen zu sein und dass dieser große Moment nun für mich vorbei ist - für die nächsten 3 bis 4 Jahre oder im schlimmsten Fall für immer, denn ob sich die Herren mit 55 Jahren noch einmal auf eine Welttournee aufmachen ist fraglich. Irgendwie finde ich es schade, dass ich DEPECHE MODE erst so richtig seit der letzten 3 Welttourneen erleben kann. Ich bin einfach in die falsche Zeit geboren, beziehungsweise habe erst zu spät, mit 12/13 Jahren zu DEPECHE MODE gefunden. Aber dann macht es mich auch wieder glücklich zu sehen, dass ich trotz meiner Mitte 20 bei den Konzerten immer noch zu den Jüngsten gehöre. Die Jüngste war wohl diesmal ein etwa 8-jähriges Mädchen, das neben uns und ihrer Mama stand und teilweise verstört auf dem Boden saß. Wenigstens hatte sie Kopfhörer aufbekommen.
















Nach Konzertende konnten wir natürlich nicht gehen, ohne noch einen Merchandise-Artikel zu kaufen. Diesmal war es eine schwarze Mütze mit dem aktuellen Logo der Band für 20,00 € und später draußen vor der Halle ein Plakat für 2,00 €. Damit haben wir auf dieser Tour zwei T-Shirts, eine Strickjacke, eine Mütze, einen Armreif, ein Tourbook, zwei Tassen und ein Plakat gekauft und insgesamt wohl um die 600,00 € ausgegeben, ohne Anfahrts- und Verpflegungskosten.
Rechnet man meine extra gebuchten Flüge aus Barcelona mit drauf, so sind wir bei über 1.200,00 € ... eigentlich nichts im Vergleich zu dem, was andere ausgeben und dem, was mir die Momente, die mir DEPECHE MODE schenken, wert sind.








Die Scheiben unseres Autos waren zugefroren, als wir nach dem Konzert auf dem Parkplatz ankamen. Ich hatte sichtlich meinen Spaß dabei, sie frei zu kratzen. Immerhin gibt es so etwas wie Frost oder Schnee in Barcelona nicht und es sind dort auch schon 17 Grad momentan.
Bis wir vom Parkplatz runter kamen hat zwar dann nochmal mindestens eine Stunde gedauert, weil es keine Verkehrsregler gab und es nun mal dauert, wenn 12.000 Fans mit dem Auto die gleiche Straße entlang abreisen, aber das Warten war sehr entspannt. Wir haben uns im Auto mit Essen und Trinken versorgt und die ersten Fotos und Videos vom Konzert angeschaut. Andere rauchten neben dem Auto und stießen erstmal mit einem Bier an, wieder Andere hatten den Luxus eines Fernsehers im Auto, auf dem Konzertmitschnitte liefen.
Ich war wirklich sehr positiv von dieser Gelassenheit den gesamten Abend überrascht und dass die großen Fan-Allüren diesmal ausblieben.




Gegen 01.30 Uhr nachts kamen wir zurück Zuhause an. Und ich war dann doch ein wenig geschockt, dass dieser lang ersehnte Moment nun in der Vergangenheit liegt.
Vielen Dank an DEPECHE MODE für diese unglaublich großartige Tour und vielen Dank an die Fans in Leipzig, Barcelona und Dresden, mit denen ich diese unvergesslichen Momente erleben durfte!












Dave verabschiedete sich mit "See you all next time!".
Deswegen sage ich diesmal auch "Stay depeched" & "See you next time"!


eure Sussy














Diverse Lokalblätter berichteten am nächsten Tag übrigens über das Konzert mit Schlagzeilen, wie "Ein Mann, ein Chor und ein Schwitzbad im Jungbrunnen - Depeche Mode bieten 12 000 Menschen in Dresden eine perfekte Show und sind von deren Wirkung selbst ein bisschen überrascht." (Zitat: Sächsische Zeitung) und "Euphorie im Schuhkarton" (Zitat: Dresdner Neueste Nachrichten).

Kommentare:

  1. Dankeschön nochmals, mein Sussy-Schatz
    für den unvergesslich schönen Abend und diesen tollen Post, die wirklich guten, ausgiebigen Konzertmitschnitte "mitten aus dem Hallendunst".
    Was für immer bleibt-sind wunderschöne Erinnerungen an unsere gemeinsamen Konzerte.
    Auch die "Raserei" danach, um schon am Morgen nach dem Konzert und darauffolgenden Tag die DEMO-Konzert-News aller, ja wirklich aller Tagespressen zu ergattern.
    ...und dein armer Opi hatte mehrmals eine Zeitung "mit Loch" zum Lesen von uns bekommen...
    Habe mich köstlich über die in diesem Post genannten Schlagzeilen der Tagespresse zum Konzert und den Herren amüsiert...
    Ich glaube an Daves Worte "See you all next time!" und hoffe, es ist nur eine Frage der Zeit...

    Herzlichst-your Mom, HDGDL

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    1. Danke an dich für die FOS Karten. ♡ Ansonsten währen wir wieder nur im Innenraum gelandet. Schade, dass es nun vorbei ist, aber die DVD kommt ja noch raus, uns bleiben Depeche Mode Parties und hoffentlich eine nächste Tour. Wie du schon sagst,

      "It's just a question of time"

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