TRAVEL DIARY CYPRUS 2003 | Freitag, 14. Februar 2003 - EIN BESONDERER VALENTINSTAG IN LARNAKA

by - Saturday, October 26, 2013


Der Gedanke an das "abwechslungsreiche" Frühstücksbuffet erleichterte uns das Aufstehen in den frühen Morgenstunden des Valentinstages.
Geprägt von den Eindrücken des vorherigen Tages freuten wir uns auf den Besuch des Makarios III-Lyzeums in Nicosia.

Uns zu Ehren hatten die Schülerinnen und Schüler des Lyzeums ein Programm ausgearbeitet, bei dem landestypische Tänze, sowie Gesang nähergebracht wurden.
Des Weiteren erfolgten zwischenzeitlich kurze Ansprachen des deutschen Botschafters, des Abgeordneten des zypriotischen Bildungsministeriums und des Schuldirektors.

Im Anschluss erhielt jeder ein Gastgeschenk. Ich erhielt eine handgefertigte und bemalte Keramikschüssel aus Lapithos, die noch heute in vorderster Front in meinem Regal als Erinnerung steht.
Und auch erneut übergaben wir an die Schule ein gemaltes Bild von mir. Auch hier würde mich interessieren, ob es vielleicht noch irgendwo in der Schule hängt?

Beim typisch zypriotischen Büffet wurden erste Kontakte zwischen den Schülern hergestellt. Die Leute traten uns wieder einmal genauso aufgeschlossen entgegen, wie wir das schon gewohnt waren.
Als uns die Schule durch einen Rundgang, der in zwei Gruppen erfolgte, gezeigt wurde, fiel sofort auf, dass die Schüler und Lehrer ein wesentlich besseres und freundschaftlicheres Verhältnis als wir es kennen, zueinander haben. Die technische Ausstattung dieser Schule war um einiges besser als es bei uns der Fall ist (war).
Außerdem beeindruckte uns der auch in den hohen Klassenstufen bestehende Praxisbezug.
Das Lyzeum ist eines der größten des Landes und hat ca. 1200 Schüler, jedoch nur der zehnten bis dreizehnten Klasse.

Unser Mittagessen nahmen wir wiederum in dem Restaurant in Nicosia zu uns, bei dem man sagen muss, dass man sich nicht von den äußeren Eindrücken leiten lassen darf, denn das Essen ist, wie überall, eines der reichhaltigsten und besten, welches wir jemals gegessen hatten.

Beim anschließenden Stadtrundgang, bei dem wir mehr als zwei Stunden Zeit hatten, wollten wir uns eigentlich mit Schülern des Lyzeums treffen, die aber zu dieser Zeit leider schon wieder Unterricht hatten.

 
Wir müssen wirklich noch einmal betonen, dass die Leute hier mit Abstand die freundlichsten und aufgeschlossensten sind, die wir je kennengelernt haben. Jörg stand in ständigem Kontakt (SMS) mit unseren Leuten aus Larnaka, die uns zu ihrer Schulparty eingeladen hatten, zu der wir abends auch gehen sollten. Doch dazu später.

Unsere Zeit in Nicosia verbrachten wir hauptsächlich damit, durch die engen Gassen zu bummeln, durch die Geschäfte zu schlendern und uns nach einem geeigneten Valentinstagsgeschenk umzusehen. (Ich wurde vom zypriotischen Fernsehen in der Fußgängerzone interviewt, was denn der Valentinstag für mich bedeutet. Mich würde interessieren, ob die Aufnahmen je ausgestrahlt wurden und ich wirklich im Fernsehen war.)

Auffallend war, dass dem Valentinstag hier sehr viel Bedeutung zugemessen wurde, was wiederum Beleg für die Herzlichkeit des Landes ist. Trotz der enormen Auswahl taten wir uns keinesfalls leicht, eine kleine Aufmerksamkeit für die Leute zu finden, die uns am Herzen liegen, denn die Preise schienen genau so hoch zu sein wie die Auswahl. Fündig wurden wir trotzdem.
 
Die Freude auf den folgenden Abend wurde bereits beim Essen sehr deutlich, denn alle hatten sehr hohe Erwartungen an diesen Freitagabend, die auch nicht enttäuscht werden sollten. "Scheiße wird's wenn Herr Gottschalk mehr aufreißt, als wir alle zusammen", scherzte Christian, ohne die Anwesenheit Mr. Gottschalks festgestellt zu haben.
 
(Bei mir hielt sich die Freude in Grenzen. Ich war damals 13 und in der 8. Klasse. Leider durften nur die Schüler der 10. bis 12. Klassen mit zur Valentinsparty.)
 
Im Zimmer 118 folgten lange Stylingstunden unter ständiger Beaufsichtigung unseres Modeberaters Tom Simon.
 
Um 22.00 Uhr war es dann endlich soweit. Eine Gruppe von 11 Leuten, darunter auch 2 Pädagogen (die uns vor starkem Alkoholmissbrauch bewahren wollten), machte sich auf den Weg ins "Savino", einer Szenebar in Larnaka Beach, in der wieder mal neue Bekanntschaften gemacht wurden.
 
(Wie zuvor erläutert musste ich leider im Hotel bleiben. Nach der Rückkehr von der Party, machten mich die Erzählungen meiner Zimmergenossin Moni über den Abend im Savino sehr traurig über die Nichtteilnahme meinerseits an diesem großartigen Erlebnis.
Hätte ich damals gewusst, dass ich anderthalb Jahre später von einem der Schüler, den wir in dem Panzypriotischen Lyzeum in Larnaka kennengelernt hatten, mit dem Auto ins Savino auf einen Frappé gebracht würde und wir dort auf der Fensterbank chillen und Nirvana hören würden, ich hätte mir wohl selbst nicht geglaubt.)
 
Sich die neuen und um so komplizierteren Namen zu merken, stellte für uns eine ungewohnt hohe geistige Anforderung dar, der wir nicht gerecht werden konnten.
Da die Discos in Zypern erst nach 24.00 Uhr starten, begaben wir uns nach 2 Stunden ins BN (Bossa Nostra), um dort wie Ehrengäste als erste den Saal betreten zu dürfen.
Für uns war alles kostenlos, kein Eintritt, kein Geld für Getränke, sogar die Taxifahrt wurde uns bezahlt. Wo sonst wäre einem so etwas widerfahren?
Bereits nach einer halben Stunde war der Club voll von Leuten, die alle Party machten. Entgegen der Erwartungen wurden wir sofort von allen integriert und von keinem blöd angemacht oder dergleichen. Wir gehörten einfach dazu, und das, obwohl uns eigentlich niemand kannte. Dies wirkte auf uns so faszinierend, dass ausnahmslos alle feierten, was das Zeug hielt.
Da wir die Party schon um 2.00 Uhr verlassen mussten (größtmögliches Entgegenkommen der Lehrer, obwohl wir bereits volljährig sind), blieb es jedoch meist nur bei Small Talks und weniger zufälligen Berührungen beim Tanzen. Es war eine der geilsten Partys, die wir je erlebt haben, und den anderen ging es wahrscheinlich ähnlich, da es ersichtlich war, dass alle ihren Spaß hatten.

Wenn es nach uns gegangen wäre, hätte dieser Tag nie ein Ende gehabt und für einige von uns war es einer der schönsten Tage, die wir je hatten.

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