[OUTDOOR ADVENTURE: HIKING ] MONTSERRAT | {Paradise for mind, body & soul | 21.09.2013}

by - Monday, September 30, 2013




Vorsicht, dieser Post könnte etwas ausführlicher sein, wie erwartet! ;-) Ich konnte es mal wieder nicht lassen und habe so einige Fotos für euch. Wie soll ich auch anders können bei einem solch traumhaften Erlebnis in paradiesischer Umgebung?

Am vergangenen Samstag sollte endlich mal wieder Bewegung und Schwung in mein Leben kommen. Und das nicht zu knapp - Genauer gesagt hielten die anschließenden Wadenkrämpfe bis Donnerstag an. Aber die habe ich gern in Kauf genommen.


Nachdem ich es mir bereits seit 5 Jahren vorgenommen habe, schaffte ich es endlich auf den Montserrat.



Dort wurde gewandert. Genau das Richtige für mich, um aus dem Arbeitsalltag auszubrechen. Ich erhielt in luftiger Höhe, am Rande des Abgrundes und inmitten von Kletterern endlich wieder den Adrenalin-Kick, den ich so lang gesucht und gebraucht habe.
Wir machten uns also am Samstag Morgen 8.47 Uhr auf mit dem Zug im Nahverkehr in das von Barcelona 40 Kilometer entfernte Montserrat.
An der Talstation kamen wir gegen 9.42 Uhr an, von dort aus fährt dann eine Zahnradbahn (Cremallera de Montserrat) in circa 20 Minuten hinauf zum Plateau in 721 Meter Höhe mit dem Kloster - Nichts für schwache Nerven, denn es geht immer schön steil am Berg entlang.






Am Kloster angekommen entschlossen wir uns, sofort zu unserer Wandertour aufzubrechen.






Es war ein sonniger und warmer Herbsttag mit 27 Grad. Und so wollten wir zumindest vor der brennenden Mittagssonne unser Ziel erreichen.
Wir entschlossen uns für die Route zum Aussichtspunkt Sant Jeroni - eine mittelschwere 7 km lange Route mit circa 500 Meter Höhendifferenz.

An unserem Ausgangspunkt starteten wir nach einer weiteren Fahrt mit einer anderen Zahnradbahn gegen 11 Uhr. Von da an ging es schnaufend immer die Route entlang. Nur gefühlt nach jeweils 1 km kam ein Wegweiser. Und so waren wir uns manchmal gar nicht sicher, ob wir denn nun noch auf der richtigen Route sind.






Immer wieder wurden Stopps eingelegt, um die atemberaubende Aussicht zu genießen, die klare Höhenluft zu schnuppern (in den Morgenstunden war es noch angenehm kühl), einfach mal abzuschalten, denn es gab absolut keine Geräusche zu hören (ein schöner Abstand vom Trubel der Großstadt) und Fotos zu machen.






Unterwegs waren fast nur Katalanen. Immer wenn man sich auf der Route traf, entgegen kommend oder überholend, begrüßte man sich mit "Hola" oder "Bon día", oder auch mal "Qué tal?" Verdutzt war man dann auch über die ein, zwei Mal "Hallo", die uns entgegen gebracht wurden. Ja, anscheinend haben sich doch noch einige Deutsche dort hoch verirrt.

Der Weg war nicht ganz einfach zu laufen, es gab viele Höhenunterschiede, Treppen und allgemein war der Untergrund sehr steinig. Da macht es sich schon bemerkbar, wenn man keine Wanderschuhe trägt. Ich muss auch zugeben, dass ich zwei oder drei Zwischenstopps einlegen musste, um kurz zu verschnaufen, etwas zu trinken und zu essen.

Das letzte Stück zu unserem Ziel Sant Jeroni bestand fast nur aus Treppen mit riesigen Treppenstufen. Meine Beine sackten unter mir zusammen und ich kapitulierte, musste meinen Rucksack abgeben und informierte schon, dass ich in 2,3 Stunden nachkomme.
Schließlich habe ich es doch noch zum Sant Jeroni, einem Aussichtspunkt in 1.236 Meter Höhe mit Panoramablick, geschafft. Wir kamen zwischen 12 Uhr und 12.30 Uhr an, zusammen mit zahlreichen Katalanen.






So setzten wir uns neben den Pfad und verspeisten glücklich über das erreichte Etappenziel unsere Vorräte, selbst gemachte Sandwichs mit Käse, Serranoschinken, Gurke und Tomate, Kekse und Knoppers, dazu Mineralwasser und Orangensaft.
Und alle um uns herum, machten es uns gleich, so verbrachten wir eine sehr angenehme Mittagspause in luftiger Höhe, jedoch schon unter brennender Mittagssonne (wir trugen die ganze Zeit Mütze und Sonnenhut, um uns vor der Sonne zu schützen) bei dem wohl schönsten Ausblick, den man sich vorstellen kann.






Eine Gruppe Kletterer wagte sich bis an den Abgrund vor, verspeiste auch seinen Proviant und war dann ganz plötzlich verschwunden. Ja, sie waren wohl so verrückt und sind hier abgestiegen.






(Einige Katalanen waren ebenfalls verrückt - aber sportlich - und sind die Route entlang gerannt. Ein Risiko, wenn ihr mich fragt, nur ein falscher Tritt und man ist verletzt oder stürzt ab.)

Ich hätte noch ewig an diesem Ort verweilen können. Er gab mir dieses unglaubliche Gefühl von Freiheit, das ich zuletzt wohl 2012 bei meinem Bungee-Sprung hatte.

Doch irgendwann begaben wir uns dann auf den Rückweg, auf einer anderen Route, die eine lange Strecke durch märchenhaft anmutendes Waldgebiet führt. Der Abstieg schien ewig zu dauern und raubte uns die letzten Kräfte. Fast unverständlich schien uns, dass hier einige tatsächlich aufstiegen.







Gegen 15.30 Uhr erreichten wir völlig erschöpft, aber glücklich das Plateau am Kloster.


 



Dort aßen wir unsere letzten Vorräte und besichtigten kurz die Kathedrale.






Völlig ausgebrannt, aber überglücklich machten wir uns danach auf den Heimweg. Die Erinnerungen an diesen Tag sollten noch lang in Form von Wadenkrämpfen andauern ...





Tipp: Am Placa Espanya in Barcelona könnt ihr euch ein TransMontserrat Kombinationsticket kaufen, das beinhaltet Hin- und Rückfahrt mit dem Zug, sowie die Fahrt mit der Cremallera für nur 26.60 €.


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4 Love notes

  1. So, da hab ich mich doch jetzt glattweg mal durchgekämpft durch den langen Post :-D Und ich finds toll! Also das ist ja ein superschönes Ausflugsziel. Ich glaub, ich muss mal vorbeikommen ... Toll, toll, toll! Und wie günstig ist denn bitte das Kombiticket! Perfekt.

    Hab noch einen hübschen Abend und viele Grüße nach Barcelona.

    P.S.: Ich glaub, ich mag den Miniaturfilter nicht so bei den Landschaftsbildern, nur so mal als Anmerkung meinerseits. Da fehlt mir die Schärfe am Rand, zum Gucken, aber ist ja reine Geschmackssache, ich wollte es nur mal loswerden :)

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  2. Es war auch wunderschön und sicherlich nicht mein letztes Mal dort.
    Kritik nehme ich gern an. ;-) Hab es auch gemerkt, dass ich lieber die ganze Zeit normal hätte fotografieren sollen statt Miniatureffekt, nur leider erst Zuhause auf dem PC. Hab auch drei, vier Flecken irgendwo auf der Linse oder im Inneren meiner Kamera, die kommen jetzt auf jedes Bild mit drauf. :-( So traumhafte Bilder wie deine schafft meine Kamera leider nicht. :-( Naja, ich bin fleißig am Sparen, um mir den Traum einer Spiegelreflexkamera einmal erfüllen zu können.
    Bin seit gestern in der Heimat, ganze zwei Wochen. Wollt mir die Kälte hier und 20 Grad Temperaturunterschied nicht entgehen lassen. ;-)

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    1. :) Ja das mit den nervigen Muzeln kenn ich auch, hab beim Wechselobjektiv auch eins irgendwo drin...blöd! Da sitzt man dann immer da und muss das wegmachen am PC. Auf jeden Fall Danke fürs Kompliment, wobei ich manchmal denke, die Bilder sind noch ein Stück weg von traumhaft :-D Aber ich träum schon von ner anderen Kamera und spare auch darauf :) Ohne Spiegelreflex kann ich mir auch gar nicht mehr vorstellen irgendwie.
      Ich wünsche dir viel Spaß daheim und freu mich über Bilder aus dem Wald! :-D Der Herbst fängt ja hier gerade an durchzustarten.

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    2. Hahaha...genau im Wald war ich schon...gestern an der Klingenberger Talsperre, heute an der Vorsperre...ich bin total überwältig von so viel Grün...sieht man ja kaum in Spanien. ;-)
      Dankeschön. Ja, ist traumhaft hier, nur bissl kalt. :D

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