My 24th Birthday on 01.06.2013 | Fire, Flood and other disasters

by - Monday, June 03, 2013



Ihr Lieben,

In letzter Zeit ging es hoch her bei mir.
Am vergangenen Samstag rückte ich mit meinem Geburtstag dem viertel Jahrhundert ein ganzes Stück näher.
Wir haben am Freitag bereits ein wenig reingefeiert, aber ganz in Ruhe. Nämlich beim Pizza-Essen in meiner Lieblingsbar TRIFASIC.





Nach dem Liter Sangria waren wir dann aber so richtig müde, sodass uns bereits auf dem Heimweg fast die Augen zu fielen.

Deswegen war am nächsten Tag erst einmal Ausschlafen angesagt.
Beim Frühstück gab es neben selbstgemachten Muffins auch Geschenke, die in einem Paket aus Deutschland und als Brief angekommen sind, sowie weitere besondere Geschenke.








Damit gibt es nun auch die Lösung, was sich in diesem Umschlag hier befand:




 

Ein Eintrittsticket für das Depeche Mode Konzert in Barcelona im Januar nächstes Jahr! Ich freu mich riesig!







Gefrühstückt wurde auf dem Balkon. Doch oh Schreck, auf einmal hüllte sich alles in Rauch und es kamen sogar Ascheteilchen vom Himmel gefallen. Es musste irgendwo bei uns in der Nähe brennen. So kehrten wir besorgt in die Wohnung zurück und schlossen erst einmal alle Fenster. Zum Glück konnten wir schnell feststellen, dass der Rauch wieder verschwand.






Nach dem Mittag ging es an den Strand in der Nähe des Olympischen Hafens. Der war richtig überfüllt und entgegen meiner Erwartungen konnte man es dort kaum in der Hitze aushalten. So hatte ich auch ziemlich schnell das Bedürfnis, ins Meer schwimmen zu gehen. Nur hatte ich nicht bedacht, dass es am Strand sehr heiß und im Meer relativ kalt war. So bin ich also wahrscheinlich etwas zu schnell ins Wasser gegangen und mit dem Kopf untergetaucht.
Als ich nach kurzer Zeit aus dem Wasser kam aufgrund der Kälte, kippte ich auf einmal um und fiel hin.
Mein Herz pochte ganz schnell und ich habe es gerade noch so bis zu unseren Strandhandtüchern geschafft. Ich hatte richtig Angst, denn mein Herz pochte immer noch wie verrückt, mir war schwindelig - ich dachte nur, entweder falle ich um oder bekomme einen Herzinfakt.
Geistesgegenwärtig griff ich dann zur Limonade, um meinem Körper Zucker zuzuführen.

Gott sei dank ging es mir nach kurzer Zeit wieder besser, sodass ich schließlich doch noch einen schönen ersten Strandtag dieses Jahr genießen konnte. Ich war sogar noch ein zweites Mal im Wasser und bis 18 Uhr am Strand.
Wir aßen in einem Restaurant am Strand mit Meerblick zu Abend und kehrten dann nach Hause zurück.

Zuhause angekommen erfuhr ich dann, dass bei uns Zuhause in Deutschland schon wieder Hochwasser ist.
Ein wenig hatten wir das irgendwie jedes Jahr die vergangenen Jahre, deshalb hab ich mir vorerst auch nichts weiter dabei gedacht.
Als ich jedoch erfuhr, dass meine Mutti die Waschmaschinen anstatt im Waschhaus vor der Wohnungstür in Sicherheit gebracht hat und der Hof schon zur Hälfte im Wasser stand, begriff ich schnell, dass das kein normales Hochwasser war.
Erst am Sonntag erfuhr ich, dass meine Mutti mit den Nachbarn zusammen Sandsäcke gestapelt, alles was sich in den unteren Bereichen der Schränke in der Wohnung befand ausgeräumt und sogar einen Rucksack gepackt hat, für den Fall, dass es zu einer Evakuierung kommt.
Dank Großeltern und hilfsbereiten Nachbarn waren 3 Pumpen im Einsatz, um das Wasser vom Haus fernzuhalten.
Die Nachbarn klingelten sogar nachts um eins bei uns, um Alarm zu schlagen, weil der Wasserstand bedrohlich anstieg.

Ich habe am Sonntag Abend gegen 22 Uhr das letzte Mal Informationen von Zuhause erhalten und saß heute ahnungslos auf Arbeit, hatte nebenbei die Internetseite des Deutschen Wetterdienstes und sämtliche Seiten offen, die die Pegelstände der Flüsse und die einzelnen Alarmstufen zeigten. Ich wusste, dass es heute den ganzen Tag regnen soll und die Flüsse ihre Höchststände erreichen sollten.

(Ich habe Hochwasser nur sehr gut in Erinnerung. Zur Jahrhundertflut 2002 stand unsere Wohnung unter Wasser. Das einzig Gute war, dass mir vom Kultusministerium danach ein kostenloser Erholungsurlaub auf Zypern geschenkt wurde. Ohne dies alles hätte ich nie meine Liebe zu Zypern entdeckt.)

Jedenfalls saß ich nun heute den ganzen Tag auf Arbeit und wusste von nichts. Ich rechnete mit dem Schlimmsten, damit dass unsere Wohnung unter Wasser steht, wusste ich doch auch, dass das Haus der Nachbarn schon längst in den Fluten stand.

Für mich war das Schlimmste diese Ungewissheit und auch noch so weit weg, hier in Barcelona zu sein und absolut nichts unternehmen zu können.
Auch sah ich das seit 4 Jahren lang ersehnte Depeche Mode Konzert nächste Woche schon ausfallen.

Als ich dann jedoch heute Abend meine Mutti und meine Oma angerufen habe, kam sie endlich, die erlösende Nachricht, dass alles in Ordnung ist, weder unsere Wohnung, noch Keller vollgelaufen sind (nur die Garage und das Waschhaus.)

Mir ist ein riesen Stein vom Herzen gefallen. Wir hatten wirklich einen Schutzengel.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei meiner Familie und unseren großartigen Nachbarn bedanken, die uns so grandios unterstützt haben, obwohl deren Häuser selbst in den Fluten standen und teilweise viel schlimmer betroffen waren. Ohne deren Hilfe wäre das Ganze sicherlich nicht so gut ausgegangen. Ich bin ihnen unheimlich dankbar!


Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, was für ein riesen Stein mir vom Herzen fällt. Dennoch sind meine Gedanken momentan bei den immer noch Betroffenen der Flut und den Hilfskräften, die bis zu ihrer Erschöpfung arbeiten.


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